Fischsterben in der Bottwar bei Oberstenfeld – eingeleitete Flüssigkeit als Ursache?
In der Bottwar im Abschnitt von Oberstenfeld sind tote Fische entdeckt worden. Ursache könnte eine eingeleitete Flüssigkeit sein. Die Untersuchungen laufen noch.

Im Flusslauf der Bottwar sind im Abschnitt der Gemeinde Oberstenfeld rund 40 tote Fische entdeckt worden. Dies meldete das Landratsamt Ludwigsburg und beruft sich dabei auf den Fischereiaufseher des Regierungspräsidiums Stuttgart. Der zuständige Gewässerwart habe das Fischsterben bereits am Mittwochabend festgestellt.
Tote Fische in der Bottwar bei Oberstenfeld: Ergebnis der Laboruntersuchung steht noch aus
Aktuell liefen noch die Ermittlungen, sagte eine Sprecherin des Landratsamts. Mitarbeiter der Unteren Umweltbehörde, die Polizei sowie Vertreter der Gemeinde Oberstenfeld seien vor Ort gewesen. Als mögliche Ursache sei eine Einleitung über ein Abwasserrohr ausgemacht worden. Aus dem Rohr, das auf ein Gelände an der Robert-Bosch-Straße führe, sei eine unbekannte Flüssigkeit getropft.
Noch sei unklar, um welche Flüssigkeit es sich handele und über welchen Weg sie in das Abwasserrohr gelangt sei. Die flüssige Substanz werde im Labor untersucht. Das Ergebnis steht nach Angaben des Landratsamts aus. Insofern ist noch offen, ob die Flüssigkeit tatsächlich das Fischsterben verursachte. Ein weiterer Ortstermin ist am Freitag erfolgt, um das umliegende Gelände, wo auch Gewerbe ansässig ist, und den Flusslauf weiter zu untersuchen. Man gehe davon aus, dass in den nächsten Tagen weitere Erkenntnisse vorliegen. Für die Bevölkerung bestehe aber keine Gefahr, bekräftigte das Landratsamt.
Im April 2019 hatte ein Chemieunfall in einer Ilsfelder Spedition zu einem großen Fischsterben in der Schozach geführt. Im Abschnitt zwischen Ilsfeld und Talheim waren damals zahlreiche Flusstiere und Enten verendet.
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