„Torbogen entführt“: Kurioser Diebstahl beschäftigt S’Kay-Run-Veranstalter in Erlenbach
Mit einem eher ungewöhnlichen Diebstahl muss sich Reiner Arpogaus, Helfer beim S’Kay Run in Erlenbach, beschäftigen: Einer der drei aufblasbaren Torbögen ist plötzlich verschwunden – auf beinah kuriose Weise.
Ein beinahe kurioser Kriminalfall beschäftigt derzeit Erlenbach: Nach der diesjährigen Ausgabe des S’Kay Run, bei dem rund 600 Sportler durch Start- und Zieltorbogen sprinteten, wurden alle drei Bögen ordnungsgemäß abgebaut und in Kartons verpackt. Knapp 50 Kilogramm schwer und ziemlich unhandlich sind die Pakete, die zur Abholung an den Straßenrand gelegt wurden. Doch nun wurde einer der „Torbogen entführt“, wie das Organisationsteam der Laufveranstaltung mitteilte.
„Torbogen entführt“: Suche nach Karton beschäftigt S’Kay-Run-Veranstalter in Erlenbach
„Wir haben sie an einem sicheren Platz gestellt“ – zwar sichtbar zwar von der Straße aus, aber nicht im Weg, erklärt Reiner Arpogaus, der zum Organisationteam der Laufveranstaltung gehört. An jenem Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr – also nur wenige Stunden nach der Veranstaltung und den Aufräumarbeiten – war die Verpackungen noch dort gelegen, bereit am nächsten Morgen abgeholt zu werden. Doch als Arpogaus und seine Kollegen die unhandlichen Verpackungen am Montagmorgen einsammeln wollen, fehlt von einem der Kartons jede Spur.
Also begann die Suche – und die Verwunderung. Zuerst lag die Vermutung nahe, dass eifrige Kollegen vom Bauhof den Veranstaltungsbereich gesäubert und die Kartonage eventuell entsorgt hatten. Aber trotz Nachfrage und Suche tauchte der große Karton auch hier nicht auf.
Unhandlich und schwer: Wer könnte den Torbogen aus Erlenbach gestohlen haben – und warum?
Also versuchte es Arpogaus mit einem Facebook-Post. Mit einem Augenzwinkern sollten damit nicht nur Hinweise auf den Verbleib des Torbogens gesammelt werden – auch einige Theorien um die Fragen zum „warum“ wurden darin aufgestellt. So hieß es zum Beispiel: „Er/Sie möchte auch mal als erster über die Ziellinie gehen“ oder „Er/Sie nutzt das Gebläse als Alternative zu einer Klimaanlage“.

„Der Grund für die Entführung würde auch mich persönlich sehr interessieren“, betonte Arpogaus im Gespräch mit der Heilbronner Stimme. Schließlich „gibt es keine Zweitverwendung“. Allein die schiere Größe und dann noch der auffällige Werbedruck würden den Torbogen für andere Events unbrauchbar machen.
Facebook-Post sorgt für Schmunzeln – trotz teurem Verlust für S’Kay-Run-Veranstalter in Erlenbach
Eine Anzeige bei der Polizei hat der Veranstalter laut Arpogaus bislang jedoch nicht erstattet. Auch wenn der materielle Schaden hoch ist, fehlt bisher jeder konkrete Anhaltspunkt. Das Organisationsteam hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. „Sollte der Torbogen iwo gesichtet werden – wir würden uns sehr freuen, selbigen wieder in unsere Arme schließen zu dürfen“, heißt es weiter im Facebook-Post. Und mit einem Schmunzeln wird ergänzt: „um ihn anschließend wieder im Tresor unseres langjährigen Premiumpartners, der Raiffeisenbank Erlenbach, sicher verwahren können“.
Trotz der wilden Theorien für die Diebstahl-Gründe gibt sich Arpogaus im Netz auch selbstkritisch: „Hätten wir ihn doch auf den Gepäckträger gespannt und nicht gut deponiert am Sonntag zurückgelassen – aber auch hier gilt der Spruch ’Hinterher sind alle schlauer’“.
Kurios: Auch Werbebanner nach S’Kay Run in Erlenbach verschwunden
Als wäre der verschwundene Torbogen nicht genug, wurden zwei Tage später auch noch zwei Werbebanner vermisst. Ob es einen Zusammenhang gibt, ist unklar – doch der Kuriositätenkatalog des S’Kay Run Erlenbach ist damit um ein weiteres Kapitel reicher.
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