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Schutz vor Kälte

So kommen Hunde und Katzen im Heilbronner Tierheim warm durch den Winter

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Wenn die Temperaturen sinken, wird es auch für Tiere ungemütlich. Wie das Tierheim in Heilbronn Hunde, Katzen und Co. gut durch die kalte Jahreszeit bringt. 


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Sie haben zwar oft ein dickes Fell. Aber wenn es richtig kalt wird, reicht das auch bei Tieren nicht immer aus. Das weiß man auch im Tierheim Heilbronn. "In den Hundeboxen haben wir Wärmelampen aufgehängt", erzählt die stellvertretene Vorsitzende des Tierschutzvereins Heilbronn und Umgebung, Anja Fischer. "Die Körbchen stehen erhöht auf Paletten."

Alle Hunde hätten außerdem innen und in den Ausläufen dicke Decken bekommen, in die sie sich einkuscheln können. Wenn das Unterfell dünn oder kaum vorhanden ist, werden die Tiere auch mal in einen Pullover oder ein Mäntelchen gesteckt. Die gibt es aus vielen Materialien und bei Bedarf sogar mit Kapuze. 

Wie Tiere durch den Winter kommen: Der Außenbereich es Tierheims ist nachts für Katzen geschlossen

Auch die Katzen haben es im Tierheim warm. Tagsüber dürfen sie nach wie vor den kleinen Außenbereich vor ihren Boxen nutzen. Nachts wird der allerdings geschlossen. Das sei gerade bei scheuen Tieren wichtig, so Fischer. "Damit sie sich keinen Schnupfen einfangen." Die Schüchternen kommen nämlich bevorzugt dann raus, wenn Ruhe eingekehrt ist und für sie keine Gefahr mehr droht.

Unter den Transportboxen, die als Versteckmöglichkeiten dienen, wurden außerdem zusätzlich Decken und kleine Matten zur Isolierung ausgelegt. Zusätzlich läuft außerdem die Heizung. Die wird mit Gas betrieben. Günstig sei das natürlich nicht, sagt Anja Fischer. "Aber wenn alles schnupft und schnieft, ist ein Tierarztbesuch auch teuer." 

Für die Schildkröten muss es extra kalt sein – auch im Tierheim Heilbronn

All das benötigen die Schildkröten im Tierheim nicht. Denn die halten zurzeit ihre Winterstarre, die sie im Kühlschrank verbringen. Im Gegensatz zu den Kaninchen. "Sie kommen eher mit Kälte als mit Hitze klar", erklärt die stellvertretende Vorsitzende. Die meisten befinden sich in Innenhaltung. Einige bleiben allerdings weiterhin im Freien. Wenn sie das gewohnt sind, so Fischer, sei das kein Problem. Trotzdem können sie sich in mit Stroh gefüllte Boxen zurückziehen.

Und natürlich miteinander kuscheln, denn Kaninchen brauchen im Sommer wie im Winter einen Partner. Bewegung sei außerdem zu jeder Jahreszeit nötig. 

So kann man Streunern im Winter helfen

Doch es gibt auch viele domestizierte Tiere - vorwiegend Katzen -, die kein Zuhause haben und an Futterstellen versorgt werden. In diesem Fall sollte der Wassernapf mit Styropor verkleidet werden, um Eis vorzubeugen. Nassfutter muss aus diesem Grund öfter gewechselt werden oder nur in die Schälchen gegeben werden, wenn die Tiere vor Ort sind und direkt fressen. "Unterschlupfmöglichkeiten mit isolierten Hütten sind auch gut", sagt Anja Fischer. In Scheunen könne ein Extraplatz geschaffen werden. 

Adventscafé: Auch wenn Menschen sich in den meisten Fällen selbst um ein warmes Zuhause kümmern können: Manchmal hilft zusätzlich auch Glühwein oder Kaffee. Beides gibt es am 12. Dezember im Heilbronner Tierheim beim Adventscafé jeweils von 13 bis 17 Uhr. 

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