Heimtiere und der Kampf gegen die Hitze
Während Menschen mit Klimaanlagen, Sommerkleidung und Kaltgetränken für Abkühlung sorgen, leiden die Tiere im Heilbronner Tierheim unter der Hitze. Wie verschaffen sie den e tierischen Mitbewohner am besten unterstützen?

Manche Menschen freuen sich über die sommerlichen Temperaturen und genießen sie in vollen Zügen. Bräunen ohne Sonnenstudio, schwimmen gehen im Freibad und den Abend gemütlich im Biergarten ausklingen lassen - das sind Höhepunkte, die der Sommer mit sich bringt. Wer allerdings im Biergarten oder im Freibad genauer hinschaut, der erkennt, dass die mitgebrachten Hunde diese Ausflüge oft nicht genießen können. Im Gegensatz zum Menschen können sich die Vierbeiner nicht so leicht an die erhöhten Temperaturen anpassen. Im Tierheim Heilbronn sind die Mitarbeiter deshalb für den Sommer gewappnet und helfen den tierischen Bewohnern so gut es geht, mit der Hitze klarzukommen.

Jedes Tier hat andere Bedürfnisse
Der Tierschutzverein Heilbronn und Umgebung weiß, was die Heimtiere brauchen. Jedes von ihnen hat seine eigene Bedürfnisse während des Sommers, und so ist bei den Abkühlungsmaßnahmen Vorsicht geboten. Katzen bekommen zum Beispiel Kühlmatten in ihren Wohnbereich gelegt, um sich daran zu erfrischen. Bei Kaninchen und Hamstern kann das jedoch gefährlich werden. „Bei Kleintieren kann eine solche Matte für Herz-Kreislauf-Probleme sorgen. Man sollte sie lieber baden und Schatten in ihrem Lebensraum schaffen“, erklärt Ute Krenn-Gronostay, die stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins.
Unter den Heimtieren kommen die Katzen noch am ehesten mit der Hitze klar. Hunde hingegen leiden am meisten. Die größeren Rassen erfreuen sich im Tierheim deshalb an ihrem eigenen kleinen Pool und werden regelmäßig mit feuchten Handtüchern versorgt.

Hundebesitzer müssen verantwortungsvoll sein
Hunde sind aktive Tiere, bei den aktuellen Temperaturen ist jedoch Vorsicht geboten. „Fahrrad fahren mit dem Hund an der Leine sollte man vermeiden. Und wenn man Gassi geht, dann am besten im Wald“, appelliert Krenn-Gronostay an Hundebesitzer. Hundefell sollte im Sommer auch nicht geschert, sondern ausgebürstet werden. Ansonsten besteht Sonnenbrand-Gefahr.
Somit hat zwar jedes Heimtier seine Eigenheiten, dennoch gibt es laut Ute Krenn-Gronostay ein paar generelle Regeln zu beachten: „Man sollte Tiere nicht im Auto lassen, auch keine fünf Minuten. Es sollte für Schatten und Nassfutter gesorgt werden, und sobald es nachts abkühlt, sollten Heimtier-Besitzer wenn möglich die Fenster öffnen.“
Während also so gut wie jedes Heimtier mit der Wärme zu kämpfen hat und es besonderer Abkühlungsmaßnahmen bedarf, gibt es ein paar Bewohner im Tierheim, die sich derzeit ausgesprochen wohlfühlen: Wasserschildkröten. Sie sind überwiegend in Asien und Nordamerika heimisch. Bei sommerlichen Temperaturen in Deutschland fühlen sie sich - im Gegensatz zu ihren Mitbewohnern - wie zu Hause.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare