Stromtrasse zwischen Kochendorf und Möckmühl wird ausgebaut
Bestehende Hochspannungsmasten werden zum Teil neu errichtet und dabei um einige Meter versetzt. Baubeginn ist im Jahr 2027.

Die Netze BW GmbH betreibt das 110-Kilovolt-Verteilnetz in der Region Heilbronn-Franken. Im Vordergrund steht dabei die „sichere und zuverlässige Versorgung mit Strom“. Um den Klimazielen und damit der Verteilung des Stroms aus erneuerbaren Energien gerecht zu werden, soll das Stromnetz nach und nach modernisiert und ausgebaut werden.
Auch im Landkreis Heilbronn werde in den kommenden Jahren ein massiver Ausbau an erneuerbaren Erzeugungsanlagen erwartet. Dieser Ausbau von regenerativen Erzeugungsanlagen – insbesondere Photovoltaik- und Windkraft – bringe die Stromnetze an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit, so der Netzbetreiber.
Nach Kupferzell wird die neue Trasse von Heilbronn nach Möckmühl gebaut
Um weitere Einspeisungen gewährleisten zu können und das Verteilnetz auch in Zukunft sicher und zuverlässig betreiben zu können, plant die Netze BW die Verstärkung der bestehenden 110-kV-Hochspannungsleitungen zwischen den Umspannwerken Heilbronn und Untereisesheim sowie den Umspannwerken Kochendorf und Möckmühl.
Der aktuelle Stand dabei sei, dass im Rahmen der geplanten Netzverstärkungsmaßnahme zwischen Heilbronn und Möckmühl der „standortgleiche Ersatzneubau“ erfolgt. „Dabei werden die bestehenden Masten zur Optimierung der Trassenführung nur geringfügig – um wenige Meter entlang der Leitungsachse – versetzt“, teilt Katharina Ryske, Sprecherin der Unternehmens- und Ressortkommunikation der EnBW Energie Baden-Württemberg mit.
Der Baubeginn sei nach wie vor für das Jahr 2027 vorgesehen. „Dies hängt damit zusammen, dass wir – um die Versorgungssicherheit in der Region weiterhin zu gewährleisten – zunächst die Erneuerung und Inbetriebnahme der zur TransnetBW gehörenden Leitungsanlage 0380 abwarten müssen, welche sich derzeit noch im Bau befindet.“ Damit gemeint ist die Verbindung der Umspannwerke Kupferzell und Großgartach. Die Trasse verläuft dabei von Leingarten aus gesehen in nordöstlicher Richtung vorbei an Neckarsulm und Neuenstadt am Kocher Richtung Öhringen. Etwa 100 Masten werden neu gebaut.
Neue Stromtrasse nach Möckmühl: Masten fallen etwas größer aus
Vorgesehen ist, die bestehenden Hochspannungsfreileitungen von Heilbronn nach Untereisesheim und zwischen Kochendorf und Möckmühl zu verstärken. Dazu ist geplant, die derzeit auf der Anlage aufgelegten Einfachseile durch sogenannte Zweier-Bündel zu ersetzen. „Da die Masten dieser Leitungsanlagen dafür noch nicht ausgelegt sind, müssen sie gegen neue Masten standortgleich ausgetauscht werden. Die neuen Masten fallen etwa zwei bis vier Meter höher und ihre Fundamente geringfügig breiter aus.“
Nach dem im April 2025 erfolgten Planfeststellungsbeschluss könne nun der Bau vorbereitet werden, teilt Netze BW mit.
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