Flaute wegen Regentagen? So ist die Stimmung in Biergärten im Raum Heilbronn
Nach einigen heißen Tagen sind derzeit überwiegend Wolken, Regen und teilweise heftige Schauer angesagt. Das schlägt mitunter aufs Gemüt der Biergartenbetreiber in der Region Heilbronn.
Sand, Tische, Bänke: Es könnte so gemütlich sein im ruhig gelegenen Strandkorb in Neckarsulm. Könnte, wenn er denn geöffnet wäre. Im Jahr des 20-jährigen Bestehens bleiben die Holzgatter dieser Tage zu. „Die Stimmung ist total schlecht“, sagt Geschäftsführer Iordanis Baltatzis. „Es läuft ganz schlecht.“
Gut 100 Gäste könnten im Strandkorb, unterhalb des ehemaligen Aquatoll-Freibadgeländes gelegen, Platz finden. Wann Iordanis Baltatzis wieder aufmacht?
Das hängt von einem Faktor ab: „Es ist kalt, das ist das Problem.“ Der Regen ist seiner Ansicht nach weniger schlimm als die fehlende Sonne. Jetzt wartet er aber erst einmal auf Wärme, damit es für seine Gäste auch im Sand wieder gemütlich ist. „20 Grad brauche ich auf jeden Fall. Und Sonne.“
Nur Außengastronomie im Biergarten in Bad Rappenau: Otto Gollerthan hat im Zeitwald Glück
Otto Gollerthan hat mit seinem Zeitwald-Biergarten in Bad Rappenau Glück. Zum einen setzt der Gastronom dort nicht nur auf einen Außenbereich, es gibt ein festes Gebäude mit klassischem Innenraum. Und: „Wir haben Firmenfeste.“ Das beschert Otto Gollerthan teilweise feste Einkünfte.
Unterm Strich schließt sich Otto Gollerthan den Sorgen seines Kollegen an: „Es ist generell ein verregneter Sommer.“ So nass, dass der Wirt den Biergarten am vergangenen Sonntag sogar überhaupt nicht öffnete. Das kommt selten vor. Meist gilt: „Selbst wenn es regnet, machen wir auf.“
Regen ist nichts, Hitze macht den Biergärten in der Region Heilbronn aber genauso zu schaffen
Der Regen allein macht den Biergärten nicht zu schaffen. „Bei warmen Temperaturen lief es gut.“ Zu heiß ist aber auch nichts. Otto Gollerthan erinnert an den diesjährigen Talmarkt, wo er ebenfalls bewirtete. Wegen der Hitze habe ihm dort aber das Tagesgeschäft gefehlt.

Im angrenzenden Park finden Veranstaltungen statt. Und außerdem schauen Kurgäste im Zeitwald vorbei – sofern das Wetter ihnen zusagt. Otto Gollerthan ist gefordert, seine Aushilfsmitarbeiter zu halten.
Ihnen immer absagen wegen schlechten Wetters, das könne er nicht – sonst sprängen sie ab und stünden ihm nicht mehr zur Verfügung. „Bei Veranstaltungen bekomme ich sie immer unter.“
Warum man im Food-Court in Heilbronn zufrieden ist
Thomas Aurich vom Heilbronner Food-Court blickt aufs große Ganze, Regentage allein lässt er für eine Einschätzung nicht gelten. „Man muss auf zehn Jahre schauen“, sagt der Gastronom.
Im Food-Court sei man zufrieden, auch wegen der Lage mit dem Wertwiesenpark in der Nähe. Beispielsweise seien Besucher des Sting-Konzerts erst im Food-Court vorbeigekommen, so Thomas Aurich.
Mitarbeiter würden im Food-Court auch wegen des Teams arbeiten. Er weiß aber zugleich: Sie müssen immer wieder eingeplant werden. Sie brauchen diese Möglichkeiten, zu bedienen.
Kommentare öffnen

Stimme.de
Kommentare