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Am 29. März

Stichwahl in Jagsthausen: Wer entscheidet das Rennen um das Rathaus?

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Beim ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahl in Jagsthausen konnte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen. Am 29. März treten die beiden Bestplatzierten erneut gegeneinander an. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um Stichwahl und Co.


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Spannung bis zum Ende: Das bot der erste Wahlgang bei der Bürgermeisterwahl in Jagsthausen am Sonntag. Da allerdings keiner der fünf Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte, gehen die beiden Bewerber Jonas Egner und Marlon Schnur am 29. März in eine Stichwahl.

Wie haben die Jagsthäuser am Sonntag gewählt?

Im gesamten Ort sprachen sich 45,7 Prozent für den 40-jährigen Jonas Egner aus, Marlon Schnur (26) aus Schwetzingen erhielt 33,2 Prozent. Die weiteren Kandidaten landeten teils weit abgeschlagen auf den Plätzen drei bis fünf.

Haben die Olnhausener einen anderen Favoriten?

Ja, sogar relativ eindeutig. 119 gültige Stimmen wurden in dem Ortsteil abgegeben, Schnur konnte 56 Personen (47,1 Prozent) von sich überzeugen, Jonas Egner 42 (35,3 Prozent). Aber auch dort hätte es bei keinem der beiden für die absolute Mehrheit von 50 Prozent gereicht.

Wie haben sich die Jagsthäuser im Kernort entschieden?

Dort sieht das Ergebnis genau umgedreht aus: Marlon Schnur erhielt 128 Stimmen (29,1 Prozent), Jonas Egner 222 Stimmen (50,5 Prozent). Betrachtet man also nur den Kernort, hätte es knapp geklappt.

822 gültige Stimmzettel wurden bei der Bürgermeisterwahl in Jagsthausen in die Urnen geworden. Für keinen Kandidaten reichte es im ersten Anlauf für die absolute Mehrheit. Deshalb findet am 29. März eine Stichwahl statt.
822 gültige Stimmzettel wurden bei der Bürgermeisterwahl in Jagsthausen in die Urnen geworden. Für keinen Kandidaten reichte es im ersten Anlauf für die absolute Mehrheit. Deshalb findet am 29. März eine Stichwahl statt.  Foto: Elfi Hofmann

Warum findet kein zweiter Wahlgang statt, sondern eine Stichwahl?

Das hängt mit der Änderung des Kommunalwahlrechts zusammen. Davor durften bei einem zweiten Wahlgang theoretisch noch weitere Kandidaten ihren Hut in den Ring werfen oder ihre Kandidatur nach dem ersten Durchgang wieder zurückziehen. Das ist seit 2024 nicht mehr erlaubt. Jetzt gilt: Die zwei Bewerber mit den meisten Stimmen treten nochmals gegeneinander an, weitere Kandidaten sind dann nicht mehr erlaubt. Alle Bewerber verpflichten sich mit der Bewerbung, im Zweifel über zwei Urnengänge im Rennen zu bleiben

Was sagen die Kandidaten Egner und Schnur zum Ausgang der Wahl am vergangenen Sonntag?

Marlon Schnur versprach direkt nach Bekanntgabe des Ergebnisses am Sonntagabend, weiterhin einen intensiven Wahlkampf führen zu wollen und jeden Tag aufs Neue zu überzeugen. Jonas Egner, der gemeinsam mit Familienmitgliedern und Freunden vor dem Rathaus auf den Ausgang wartete, will sich in den kommenden Tagen einen Plan zurechtlegen, um am 29. März die meisten Stimmen zu gewinnen. Beide gratulierten sich im Anschluss gegenseitig.

Warum findet die Stichwahl drei Wochen nach dem ersten Urnengang statt?

Auch das ist gesetzlich geregelt: Die Stichwahl darf frühestens am zweiten und spätestens am vierten Sonntag nach der ersten Wahl stattfinden.

Haben die Jagsthäuser von ihrem Recht Gebrauch gemacht und weitere Kandidaten auf die Stimmzettel geschrieben?

Ja, in insgesamt sieben Fällen. Der noch amtierende Bürgermeister Roland Halter wurde mehrmals notiert. Halter tritt nach 40 Jahren im Rathaus nicht wieder zur Wahl an.

Was kommt nun auf die Wähler zu?

Sie erhalten zeitnah neue Wahlunterlagen und können sich auch in dieser zweiten Runde zwischen der Briefwahl und einer Stimmabgabe vor Ort entscheiden. Die Wahllokale sind die gleichen, nur die Stimmzettel werder weniger umfangreich sein, schließlich stehen nur noch zwei Kandidaten drauf.

Wie viele Stimmen braucht der Sieger in der Stichwahl?

Das steht im Vorfeld nicht fest und hängt mit der Zahl der Wähler zusammen. 1563 Personen waren im ersten Wahlgang stimmberechtigt, 822 Stimmen wurden abgegeben. Also wären 812 für die absolute Mehrheit nötig gewesen.

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