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Schutz vor Starkregen: Wichtige Tipps für Hauseigentümer in Talheim

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Starkregen wird auch in der Region Heilbronn immer mehr zum Risiko für Häuser und Keller. Ein Vortrag in Talheim erklärt, wie Eigentümer ihre Immobilien besser schützen können.

von Stefanie Pfäffle

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Braunsbach, Bad Neuenahr-Ahrweiler – als Beleg dafür, welch ungeheure Kraft und Zerstörung Wasser entwickeln kann, muss man nicht in die Ferne schweifen. Auch in der Region mehren sich, wenn auch mit geringeren Auswirkungen, Starkregenereignisse mit überschwemmten Straßen, Kellern und mehr. Städte und Gemeinden tun viel, um vorzubeugen. „Aber die öffentliche Hand ist keine Vollkaskoversicherung, ohne die Bürger ist das nur eine halbe Sache“, sagt Lutz Krauss, BIT-Gemeinderat in Talheim. Deswegen findet am 19. März um 20 Uhr im Musikpavillon ein kostenloser Vortrag mit dem Titel „Starkregenereignisse und wie ich meine private Immobilie davor schützen kann“ statt. Referentin ist Bauingenieurin Sabrina Theel.

Starkregengefahrenkarte: Viele gefährdete Bereiche in Talheim

Als Hartmut Rohloff bei einem Besuch in Bad Neuenahr-Ahrweiler die immer noch sichtbaren Auswirkungen des Hochwassers sieht, will er etwas tun. Der ehemalige Projektentwickler gibt zu: „Ich bin ein Sicherheitsfanatiker.“ Der Talheimer wohnt auf dem Berg, aber selbst bei ihm habe vor 20 Jahren Wasser im Keller gestanden, „Weil ich dieses Absperrventil nicht hatte“ – und gibt damit gleich ein Beispiel dafür, was man selbst tun kann. Er spricht Lutz Krauss als BIT-Vorsitzenden an, der geht auf Regierungspräsidium und Landratsamt zu und wird schließlich an Sabrina Theel verwiesen, die bereits Erfahrung mit solchen Vorträgen hat.

BTI-Vorsitzender Lutz Krauss und Bauingenieurin Sabrina Theel wollen den Menschen helfen, sich besser zu schützen.
BTI-Vorsitzender Lutz Krauss und Bauingenieurin Sabrina Theel wollen den Menschen helfen, sich besser zu schützen.  Foto: Stefanie Pfäffle

„Wenn man auf die Starkregengefahrenkarte von Talheim schaut, ist da schon viel Blau dabei“, erklärt Theel. Das liege natürlich auch an der Topographie mit vielen Hanglagen, an denen viel Wasser runterkommen und sich sammeln kann.“ Das Beste sei es, als Privatperson mal einen Blick auf die Karte zu werfen, um seine eigene Gefährdungslage richtig einschätzen zu können. „Dann ruhig das Gelände drumherum anschauen, ob das plausibel erscheint und erkunden, wo ich Stellen habe, an denen Wasser eindringen könnte.“

Vortrag in Talheim: Wie man sein Haus vor Wasserschäden bewahrt

Hartmut Rohloff denkt da gleich an Kellerschächte, die in der Regel auf einer Ebene mit dem Erdreich sind. „Wenn man da noch einmal eine Steinbarriere draufpackt, wird das Wasser umgeleitet.“ Wer weiß, wo die Eintrittsmöglichkeiten sind, kann Lösungen finden, sowohl dauerhaft als auch mobil. „Genau die wollen wir an diesem Abend aufzeigen“, erklärt Sabrina Theel. Mobile Varianten funktionieren natürlich nur, wenn man zu Hause ist und genügend Vorlaufzeit hat.

Über welche Kanäle die Informationen laufen, wie die zu interpretieren sind und wann Handeln notwendig ist, gehört ebenfalls zum Vortrag. Wobei sie betont, dass jeder technische Schutz seine Grenzen hat und das müsse den Leuten auch bewusst sein. Daher gelte es auch, für den Fall der Fälle Verhaltensregeln zu beachten und eben nicht noch einmal schnell in den Keller gehen oder versuchen, Liebgewonnenes zu retten, wenn der Strom noch an ist. „Unser Ziel ist auch, Gemeinschaftssinn zu wecken, denn selbst wenn ich nicht selbst gefährdet bin, kann ich vielleicht etwas für Nachbarn und Unterlieger tun.“

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