Spritpreis muss steuerlich gesenkt werden
Die Preise für Diesel und Benzin übertreffen sogar den bisherigen Rekord nach Kriegsbeginn in der Ukraine. Mit Steuersenkungen sollte der Preisausschlag beim Tanken abgefedert werden, meint unser Autor.
Es ist beinahe wieder so, wie kurz nach dem Beginn des Kriegs in der Ukraine im Februar 2022: Plötzlich steigen die Preise verschiedener Güter. Auch Treibstoffe kletterten damals ins Unermessliche, leider nicht ins Unübertreffliche, wie man heute weiß.
Die aktuellen Tarife für Diesel und Benzin befinden sich auf einem Allzeithoch. Daraus ergeben sich zwei Schlussfolgerungen: Zum einen gerät der hohe Steueranteil ins Blickfeld. Die von der Bundesregierung eingeführte Regelung „Nur einmal am Tag darf an der Zapfsäule nach oben gedreht werden“ kann kontraproduktiv wirken, da die entsprechende Tagesanpassung womöglich höher ausfällt als kontinuierliche Preisjustierungen. Stattdessen sollten lieber die Abgaben an den Staat, zeitlich begrenzt, gesenkt werden.
Hohe Spritpreise bringen Rückenwind für die E-Mobilität
Da es sich bei den Steuern um feste Quoten handelt, steigen mit dem Grundpreis auch die absoluten Einnahmen des Staates überplanmäßig. Hier könnte der Staat den Bürger entlasten, ohne ein Loch in den Haushalt zu reißen.

Steigende Spritpreise: Rückenwind für Elektromobilität
Der zweite Gedanke: Die scheinbar ungezügelt steigenden Preise an der Zapfsäule weisen (wieder einmal) auf das Problem der Abhängigkeit von Weltmarkt und Weltpolitik hin. Dieses Unwohlsein könnte der Elektromobilität Rückenwind bringen.
Zwar ist auch der Preis für elektrische Energie nicht ganz von äußeren Faktoren entkoppelt, dennoch liefert die aktuelle Entwicklung ein Argument „pro E-Auto“ auf dem Silbertablett.
Und da Krisen oft auch unerwartete Chancen eröffnen, lässt sich Folgendes ergänzen: Wenn der ein oder andere wegen der teuren Kraftstoffpreise sein Auto stehen lässt und den ÖPNV nutzt, ist auch der Umwelt geholfen.
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