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Special Olympics am Breitenauer See: Sportler messen sich im Schwimmen und Segeln

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Bei den Landesspielen der Special Olympics messen sich die Athleten auf dem Breitenauer See im Landkreis Heilbronn im Schwimmen und im Segeln. Einige Sportler sind nicht zum ersten Mal dabei.


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„Auf die Plätze“ heißt es, dann ertönt das Hupen als Start-Ton und die vier Athletinnen stürzen sich in den Breitenauer See. 1000 Meter im Freiwasser müssen sie schwimmen, das sind zwei Runden um die im See platzierten Bojen. Hinter dem Freiwasserschwimmkurs sind die Segler zugange. Die vier Boote bewegen sich an diesem Donnerstagvormittag eher langsam auf dem See auf und ab. 

Die beiden Wettkämpfe sind Teil der Landesspiele der Special Olympics, die bis Samstag in Heilbronn und Neckarsulm zu Gast sind. Bei den Spielen handelt es sich um ein inklusives Sportfest mit und für Athleten mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung. So lief der Wettkampf am Breitenauer See.

Special Olympics am Breitenauer See: Sportler messen sich im Schwimmen und Segeln

Im Freiwasserschwimmen fielen am Donnerstag die Entscheidungen bei dem 1000-Meter Distanzen der Frauen und Männer und einer 500-Meter-Distanz am Nachmittag. Die Siegerin der 1000 Meter der Frauen ist Sofia Plutat. Die 28-Jährige aus Memmingen freut sich über ihren Sieg. Am Freitag nimmt sie noch an der 1500-Meter-Entscheidung teil. 


Für Plutat ist es nicht der erste Wettbewerb bei Special Olympics. Bei den nationalen Spielen 2022 in Berlin wurde sie Zweite und damit beste Deutsche. Am Breitenauer See war sie nach ihrem Sieg erstmal etwas k.o. Vielleicht nimmt sie schon im kommenden Jahr bei den nächsten nationalen Spielen – diesmal im Saarland – Teil, verrät Plutat im Stimme-Interview nach dem Wettbewerb. 

Bester der Männer auf 1000 Meter war Florian Burkardt. Der 27-Jährige nimmt seit 2008 an Special-Olympics-Wettbewerben teil. Er ist mit seiner Familie extra aus dem bayrischen Wald zum Breitenauer See angereist. 

Am Samstag messen sich einige Freiwasser-Schwimmathleten noch im Unified-Lauf. Bei diesem Wettbewerb über 1500 Meter schwimmen die Athleten gemeinsam mit einem Unified-Partner, also einer Person ohne Beeinträchtigung. 

Special Olympics in Heilbronn: Segler starten am Breitenauer See als Zweier-Teams

Generell im Zweier-Team treten die Segel-Athleten an. Die Boote sind je mit einem Athleten mit Beeinträchtigung und einem Unified-Partner besetzt. Wettbewerbe gibt es auf zwei verschiedenen Levels: Auf Level 1 ist der Unified-Partner am Steuer, während der andere Athlet für das Vorsegel verantwortlich ist. Bei Level 2 ist es umgekehrt.

Am Donnerstagvormittag waren die Segelboote lange Zeit draußen auf dem Wasser in Startbereitschaft. „Wir haben auf Wind gewartet, es war aber nicht ausreichend“, sagt Jan Strickmann, Wettbewerbsleiter beim Segeln. Daher legten die Boote am Donnerstagvormittag wieder an. Bis einschließlich Samstag sind aber noch viele weitere Wettkampfzeiten angesetzt.

Sowohl beim Segeln als auch beim Schwimmen treten die Athleten größtenteils nach den offiziellen Regeln der Sportverbände an. Nur minimale Anpassungen gibt es, beispielsweise beim Freiwasserschwimmen wäre es erlaubt, sich an einem der Boote oder Stand-Up-Paddle-Boards, die mit Streckenposten rund um die Wettkampfroute besetzt sind, kurz zum Ausruhen festzuhalten.

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