Das Benefizspiel zwischen der Sport-Union Neckarsulm und der HSG Bensheim/Auerbach mit Weihnachtsmarkt findet statt am Sonntag, 21. Dezember, 14 Uhr, in der Neckarsulmer Ballei. Der Erlös geht an regionale Brustkrebs-Selbsthilfevereine.
SLK-Professor de Gregorio: Brustkrebs tritt immer häufiger bei jungen Frauen auf
Medizin trifft auf Spitzensport: Beim Handball-Benefizspiel der SUN am Sonntag in der Neckarsulmer Ballei geht es auch darum, auf das Thema Brustkrebs aufmerksam zu machen.
Bereits zum dritten Mal kooperieren die Bundesliga-Handballerinnen der Sport-Union Neckarsulm mit den Medizinern des Brustkrebszentrums an den SLK-Kliniken. Am Sonntag, 21. Dezember, um 14 Uhr werden am Rande des Benefizspiels in der Ballei Spenden für regionale Brustkrebs-Selbsthilfegruppen gesammelt. Professor Nikolaus de Gregorio, Direktor der SLK-Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, erklärt die Hintergründe der Kooperation.
Sie sind mit Ihrem Team bereits zum dritten Mal bei einer Bundesliga-Partie dabei. Wie ist es zu dieser Kooperation gekommen?
Nikolaus de Gregorio: Durch persönliche Kontakte. Eine der Frauen im Umfeld der Teams ist erkrankt, so kam der Kontakt zustande. Als wir dann im vergangenen Jahr zum ersten Mal persönlich in der Ballei vor Ort waren, um auf das Thema aufmerksam zu machen, waren wir begeistert von der Atmosphäre und dem hochklassigen Sport, der den Zuschauern geboten wird.

SLK-Mediziner wollen Bewusstsein für Vorsorge schaffen
Warum sind solche Aktionen wichtig für Sie als Mediziner?
De Gregorio: Brustkrebs ist mit Abstand die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Eine von acht Frauen ist im Laufe ihres Lebens davon betroffen und durch unsere Lebensführung gibt es immer häufiger auch sehr junge Patientinnen. Es gehört zu unserem Auftrag als Mediziner, die Bevölkerung über die Krankheit zu informieren und ein Bewusstsein zu schaffen – für die Bedeutung von Vorsorge und die Behandlungsmöglichkeiten. Und da sind wir in der Region sehr gut aufgestellt. Patientinnen müssen nicht weit reisen, um sich qualifiziert behandeln zu lassen. Unsere klinischen Studien zum Beispiel sind ein Fenster in die Zukunft.
Wie meinen Sie das?
De Gregorio: Das heißt, dass Patienten in Heilbronn die Chance auf sehr moderne Therapien haben durch die Studien, die hier im Rahmen des Tumorzentrums angeboten werden. Zusätzlich ist kürzlich die sogenannte Survive-Studie gestartet, die sich an Patientinnen nach Brustkrebs wendet. Im Rahmen dieser Studie sollen Marker im Blut identifiziert werden, die darüber Auskunft geben, ob der Krebs in der Zukunft wieder auftreten wird. Wenn wir das früh bestimmen können, ist das eine Chance, mit weiteren Behandlungsmethoden rechtzeitig einzugreifen.
Wem kommt der Erlös des Benefizspiels am Sonntag zugute?
De Gregorio: Er geht an Selbsthilfevereine in der Region Heilbronn und Ludwigsburg. Die Selbsthilfegruppe in Neckarsulm existiert bereits sei 35 Jahren. Wir freuen uns, darauf aufmerksam machen zu können. Solche Gruppen sind wichtig für Betroffene und ich kann nur dazu einladen, diese Angebot zu nutzen.

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