„Man ist hier keine Nummer“: Die ersten Reaktionen auf das Aus der SLK-Klinik
Die möglichen Pläne zur Schließung der SLK-Fachklinik in Löwenstein sorgen für viele Reaktionen in sozialen Netzwerken. Viele zeigen sich betroffen – andere diskutieren über die Folgen für die Versorgung.
Aufsichtsrat und Geschäftsführung halten den Weiterbetrieb der SLK-Klinik in Löwenstein aus medizinischen, politischen und wirtschaftlichen Gründen für nicht tragfähig. Die endgültige Entscheidung liegt bei den Gesellschaftern Landkreis und Stadt Heilbronn. Nach bisherigen Planungen sollen die medizinischen Angebote an andere Standorte im SLK-Verbund verlagert werden.
Viele berichten von eigenen Erfahrungen mit der Klinik und zeigen sich betroffen. „Die Klinik Löwenstein ist die beste Klinik, in der ich je war“, schreibt ein Nutzer. Die mögliche Schließung sei „mehr als bedauerlich“. Auch andere heben hervor, man sei dort „Patient und nicht irgendeine Nummer“.
Reaktionen auf das Klinik-Aus in Löwenstein: „Kliniken sollten kein Wirtschaftsunternehmen sein“
In den Kommentaren wird zugleich über die Folgen für die Versorgung diskutiert. „Die Klinik ist immer voll belegt. Wo sollen die Kranken hin?“, fragt ein Nutzer. Andere verweisen darauf, dass es sich um eine Fachklinik handelt und die Angebote an andere Standorte verlagert werden sollen.
Darüber hinaus wird grundsätzliche Kritik am Gesundheitssystem laut. „Kliniken sollten kein Wirtschaftsunternehmen sein“, schreibt eine Nutzerin. Andere bemängeln, dass immer mehr Krankenhäuser schließen und die Versorgung auf wenige Standorte verlagert wird.
Auch zur Informationspolitik gibt es kritische Stimmen. „Schön, dass die Mitarbeiter es wieder über die Presse erfahren“, heißt es in einem Kommentar.
Die Reaktionen zeigen: Das Thema bewegt viele Menschen in der Region – und wird auch beim Wahlforum in Löwenstein am Montagabend zur Sprache kommen.
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