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Bauernprotest vor Lidl-Zentrale: Schlacht um Lebensmittelpreise sendet falsche Signale

  
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Butter in Deutschland vor Weihnachten: Discounter bieten sie extrem günstig an, die Bauern kämpfen aber weiter mit hohen Kosten. Darum sendet die Preisschlacht ein falsches Signal.


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Vor Weihnachten scharen sich die Familien idealerweise zusammen. In der trauten warmen Küchen werden Plätzchen und Stollen gebacken. Natürlich mit viel Butter, damit es auch so duftet und schmeckt, wie bei Tante Hildegard. Da trifft es sich gut, das justament die großen Lebensmittelhändler den Goldbarren günstig anbieten. Sehr preiswert sogar, manche sagen: unverschämt billig. 99 Cent kostet das 250-Gramm-Stück aktuell. Doch im Kuhstall laufen die Kosten auf demselben hohen Niveau weiter, wie vor der Rabattschlacht.

Warum sich im Wein- und Obstbau die Arbeit nicht mehr rentiert

Klar haben die Milchbetriebe eine gute Saison hinter sich. Das gilt sowohl für den Erzeugerpreis, als auch für die Abgabemenge. Letztere, so argumentiert der Handel, habe zu einem Überangebot geführt, das jetzt über die Preisrutsche auf den Marktplatz gekippt wird. Noch bedenklicher ist die Lage im Wein- und Obstbau. Dort ist das Jahreseinkommen für mitarbeitende Familienangehörige auf 27 000 Euro geschrumpft. Dafür lohnt sich die Arbeit nicht mehr.


Was die Bauern über Subventionen denken

Spiegeln die Treckerkolonnen also die Gesamtlage? Die Bauern erhalten doch Subventionen, wie kaum eine andere Branche, sagen Kritiker. Stimmt. Wollen sie es? Nein. Die Betriebe würden lieber ohne Hilfen auskommen. Das gelingt aber nur mit auskömmlichen Erzeugerpreisen.

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