Schemelsbergtunnel saniert: Kritik wird auch nach Freigabe nicht verstummen
Der Schemelsbergtunnel ist nun umfangreich saniert und verfügt über einen Rettungsstollen. Unkenrufe zum Tunnel werden in Zukunft nicht verstummen. Zu unrecht, meint unsere Autorin.
Mit der Freigabe des Schemelsbergtunnels geht eine 14 Monate währende Durststrecke für Autofahrer und die Einwohner der Anliegerkommunen zu Ende. Nicht wenige hatten vor dem Beginn der Vollsperrung den Verkehrskollaps auf der Umleitungsstrecke sowie in Weinsberg und Erlenbach geweissagt – und wurden an den meisten Sperr-Tagen eines Besseren belehrt. Die Behörden hatten die Umleitung im Vorfeld ertüchtigt, der Verkehr lief weitgehend flüssig.
Schemelsbergtunnel: Kurzzeitige Sperrungen wird es auch in Zukunft geben
Davon profitieren übrigens alle Verkehrsteilnehmer zukünftig, denn auch ein runderneuerter Tunnel muss in regelmäßigen Abständen kurzzeitig gesperrt werden. Man hat sie schon im Ohr, die Stimmen, die dann laut rufen werden: „Typisch, dieser Tunnel funktioniert nicht.“ Doch, tut er. Aber für einen einwandfreien Betrieb muss er hin und wieder gewartet werden. Wie jedes Auto auch. Nur geht es bei einem Tunnel nicht, wenn nebenher 20.000 Autos pro Tag durchrauschen.
Es werden vermutlich auch diejenigen nicht verstummen, die es ohnehin schon immer besser wussten: Fluchtstollen? Wird man eh nie brauchen. Warum also Millionen verbuddeln? Es ist in der Tat beinahe absurd: Knapp ein Drittel der horrenden Summe von fast 42 Millionen Euro flossen in den Bau eines Rettungsweges, der hoffentlich niemals benutzt werden muss. Was hätte man mit dem Geld alles Sinnvolles anstellen können?
Nur: Was, wenn es in der viel befahrenen Röhre doch einmal brennen sollte? Wenn dort auch nur ein Mensch sein Leben verliert, weil Ministerien und Behörden ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben? Volkes entsetzten und empörten Aufschrei und die Höhe der Schadenersatzforderungen mag man sich gar nicht vorstellen.
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Stimme.de
Kommentare
am 27.02.2026 07:25 Uhr
Das beste Sicherheitskonzept schützt nicht vor der Dummheit mancher Menschen in einem Kraftfahrzeug. Das ginge besser und billiger.
Mit einem kontrollierten Handyverbot, Abstandsgebot und Tempolimit nicht nur in Tunnelröhren sondern auf allen Straßen. Sicherer geht’s nicht.
„Wenn nur ein Mensch sein Leben verliert“ Mit diesem Spruch werden immer wieder auch irrwitzige Maßnahmen gerechtfertigt. Die meisten Unfälle geschehen aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit und dichtes Auffahren.
Jürgen Mosthaf
Thomas Frese am 27.02.2026 00:38 Uhr
Geehrte Frau Krezer, was soll uns der Artikel oder Ihre Meinung jetzt eigentlich sagen? Das das ein ganz tolles Projekt war?Das alle die Kritik geäussert haben doch bitte stillschweigen sollen?Ich bin heute durch den runderneuerten Tunnel gefahren und frage mich, was wir für unser Geld bekommen haben nach so langer Bauzeit?kkeine bessere Lüftungsanlage,augenscheinlich hängen noch die alten störanfälligen Ventilatoren unter der Decke,sind die defekt-Tunnel gesperrt,.Ab jetzt mit tollen Schranken und Ampeln.Super.Eine neue Fahrbahndecke?Jawoll, weiter mit Hubbeln,wellg und mit neuen Querschwellen oder Ansätzen,Verkehrsberuhigung?Ein Fluchtstollenzugang in der Mitte ungefähr,ob der ausreicht?Muss ich als Nutzer dieses Projektergebnis wirklich feiern?Ich glaube nicht. Und Ihre als gut befundene Umleitungsstrecke hat gezeigt, wiue anfällig diese ist für unaufmerksame FahrerINNEN,deutlich mehr Unfälle sprechen eine deutliche Sprache,da ist Optimierungsbedarf vorhanden zu einer guten Umleitungsstrecke.