Stimme+
Nach Verzögerungen
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Millionen-Klage gegen Stadt Weinsberg: Streit um Mehrkosten bei Feuerwehrhaus-Neubau

  
Erfolgreich kopiert!

Das Weinsberger Feuerwehrhaus-Projekt führt zu einem Rechtsstreit: Wegen Mehrkosten fordert die Baufirma Wolff & Müller 2,8 Millionen Euro von der Stadt.

Das Feuerwehrhaus in Weinsberg ist noch nicht ganz fertig. Rohbaufirma und Stadt befinden sich bereits in einem Rechtsstreit um Nachtragsforderungen.
Das Feuerwehrhaus in Weinsberg ist noch nicht ganz fertig. Rohbaufirma und Stadt befinden sich bereits in einem Rechtsstreit um Nachtragsforderungen.  Foto: Christiana Kunz

Der fast fertige Bau des Weinsberger Feuerwehrhauses für rund 21 Millionen Euro hat ein gerichtliches Nachspiel. Stadt und Rohbaufirma konnten sich nicht einigen, weshalb Wolff & Müller die Stadt auf 2,8 Millionen Euro Nachforderungen verklagt hat. Die Stadt sieht das Unternehmen maßgeblich in der Verantwortung für die Bauzeitenverzögerung, weil sich Statiker und Prüfstatiker bei der Pfählung nicht einig waren. In einer Pressemitteilung weist Wolff & Müller den Eindruck zurück, die Firma habe die Verzögerungen und die dadurch entstandenen Mehrkosten zu verantworten.

"Die Nachtragsforderungen beruhen auf Faktoren, die nicht im Verantwortungsbereich von Wolff & Müller liegen", schreibt Axel Reimet, Niederlassungsleiter in Künzelsau. Er behauptet, dass die Ausschreibung beim Feuerwehrhaus in vielen Punkten nicht mit den zu erbringenden Leistungen übereingestimmt habe. Mit ein Grund sei gewesen, dass sich die Planung vor Baubeginn noch geändert habe. Auch bei der Gründungsstatik habe es eine ungenaue Ausschreibung gegeben. 

Streit um Mehrkosten bei Weinsberger Feuerwehrhaus: Mehr verbaut als ausgeschrieben

Reimet weist darauf hin, dass deshalb umfangreichere Bauleistungen hätten erbracht werden müssen als jene, die ausgeschrieben gewesen seien. Als Beispiel nennt er größere Fundamente. Während des Bauprozesses habe man auf diesen Sachverhalt hingewiesen und mehrfach das Gespräch mit der Stadt gesucht.

"Leider ist es uns nicht gelungen, eine Einigung zu erzielen", so Reimet weiter. "Deshalb sind wir gezwungen, unsere Mehrkosten gerichtlich geltend zu machen." 

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben