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Neues Feuerwehrhaus in Weinsberg
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Endspurt beim Mammutprojekt für die Feuerwehr-Abteilung Weinsberg

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Die Einweihung mit dem Landes-Innenminister ist am 7. Februar 2025. Mit Fahrzeugen und Mannschaft zu Fuß geht es am Umzugstag durch Weinsberg.

Optischer Hingucker und Markenzeichen der Feuerwehr: Der Übungsturm in "Spitzäcker" in Weinsberg ist inzwischen gestrichen. Er bildet einen Kontrast zur anthrazitfarbenen Fassade des neuen Feuerwehrhauses.
Optischer Hingucker und Markenzeichen der Feuerwehr: Der Übungsturm in "Spitzäcker" in Weinsberg ist inzwischen gestrichen. Er bildet einen Kontrast zur anthrazitfarbenen Fassade des neuen Feuerwehrhauses.  Foto: Christiana Kunz

"Er ist das Markenzeichen der Feuerwehr", sagt Bürgermeisterin Birgit Hannemann. Als Solitär überragt der  Übungsturm das acht Meter hohe und 82 Meter lange Gebäude im Hintergrund um sieben Meter. Das "Gehäuse" ist inzwischen in Rot gestrichen und bildet einen Kontrast zur anthrazitfarbenen Plattenfassade des neuen Feuerwehrhauses der Abteilung Weinsberg. Endspurt ist angesagt beim bisher größten Einzelprojekt der Stadt. Am 11. Dezember ist die baurechtliche Schlussabnahme. Wie groß die Freude und die Erwartungen der Einsatzabteilung sind, zeigt die Tatsache, dass sie wohl im Januar quasi in einem Festumzug mit den besetzten Einsatzfahrzeugen und der restlichen Mannschaft durch die Stadt zum neuen Domizil gelangen wird. Am 7. Februar zur Einweihung ist Innenminister Thomas Strobl (CDU) eingeladen.

Voraussichtlich diese Woche wird "massiv Stahl geliefert", berichtet Stadtbaumeister Nicolas Rautenberg. Dann wird das Treppenhaus an den Übungsturm geschweißt. Auf dem Hof fehlt noch die Deckschicht, einzelne Lücken in der Plattenfassade, wo das Gerüst befestigt war, müssen geschlossen werden. Die Eingangstür ist in der vergangenen Woche geliefert worden. In viereinhalb Metern Höhe arbeiten sich die Elektriker auf der fahrbaren Arbeitsbühne in der 14 Meter langen Fahrzeughalle voran, um die Leuchten zu installieren. Heizungsbauer, Maler, Boden- und Fliesenleger, Fassadenbauer und Landschaftsgärtner haben noch zu tun. 

Durch die beiden innenliegenden Fenster vom Obergeschoss hat man einen Überblick über die Fahrzeughalle. Mit der Arbeitsbühne werden die Leuchten installiert.
Durch die beiden innenliegenden Fenster vom Obergeschoss hat man einen Überblick über die Fahrzeughalle. Mit der Arbeitsbühne werden die Leuchten installiert.  Foto: Christiana Kunz

Bauzeitenplan fast eingehalten

"Fast eine Punktlandung", sagt Rautenberg und ist zufrieden, dass nach knapp zwei Jahren zumindest der fortgeschriebene Bauzeitenplan fast erfüllt werden konnte. Im Schulungsraum im Obergeschoss stehen die Trennwände bereit zum Einbau. Beamer und Leinwände, die in Nischen verschwinden, müssen noch installiert werden. "Wir wollten Aufenthaltsqualität schaffen", sagt Rautenberg. "Das haben wir erreicht", meint er mit Blick auf die großen Glasfronten und den Parkettboden. Wie die Funkzentrale kann auch dieser Bereich über die zentrale Lüftungsanlage gekühlt werden. "Bei längeren Einsätzen muss man einen kühlen Kopf bewahren", meint der Stadtbaumeister. 

Der 60 Meter lange Flur im Obergeschoss, von dem Büros und Räume für die Jugendfeuerwehr abgehen, erhält durch die Oberlichter genügend Helligkeit. In der Floriansstube mit Balkon am Ende ist die Küche in Teilen schon eingebaut. 

Die Spinde sind nicht feuerwehrrot, sondern anthrazit. 80 Stück sind in der Männerumkleide aufgebaut, bei den Frauen sind es 20. Einsatzkleidung wird von der Privatkleidung getrennt.
Die Spinde sind nicht feuerwehrrot, sondern anthrazit. 80 Stück sind in der Männerumkleide aufgebaut, bei den Frauen sind es 20. Einsatzkleidung wird von der Privatkleidung getrennt.  Foto: Christiana Kunz

Schwarz-Weiß-Trennung in den Spinden

Überraschung in den Umkleideräumen der Männer und Frauen: die Spinde sind nicht in Feuerwehrrot. Die Abteilung  hat sich für Anthrazit entschieden mit Ockerfront für die Schließfächer als Farbtupfer. Einsatz- und Privatkleidung können getrennt aufgehängt werden, einer dieser vielen Riesenfortschritte, die die Feuerwehr mit dem Neubau erlebt. 

Kein Wunder, dass Gesamtkommandant Heiko Frank jede Woche mehr auf den Einzug hin fiebert. "Ich freue mit ungemein auf modernere, professionellere und bessere Möglichkeiten. Wir können die Ausbildung qualitativ hochwertiger gestalten." Der Neubau sei nach 20 Jahren Wartezeit längst überfällig gewesen, so Frank, der regelmäßig auf der Baustelle ist. 

Bürgermeisterin Birgit Hannemann und Stadtbaumeister Nicolas Rautenberg stehen im teilbaren Schulungsraum, der große Glasfronten hat und einen Parkettfußboden.
Bürgermeisterin Birgit Hannemann und Stadtbaumeister Nicolas Rautenberg stehen im teilbaren Schulungsraum, der große Glasfronten hat und einen Parkettfußboden.  Foto: Christiana Kunz

Der Umzug ist eine riesige logistische Herausforderung

Die Feuerwehr plant bereits den Einzug. "In der Praxis muss man sehen, wie es sich umsetzen lässt", sagt Frank. Er spricht von einer riesigen logistischen Herausforderung. "Wir können uns nicht erlauben, keine Stunde nicht einsatzbereit zu sein." Es werde keine Lücke geben, betont Frank. 

Ende Dezember oder Anfang Januar werden Material, das nicht täglich benötigt werde, sowie die Werkstatt-Einrichtung in die "Spitzäcker" transportiert. Schwerstregale, Werkbänke oder Schulungsraummöbel werden von der Leiblingstraße mitgenommen. "Wir versuchen zu haushalten, wo es geht", sagt Stadtbaumeister Rautenberg.

 

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