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Weniger Elterntaxis, mehr Bewegung: Grundschulen aus der Region beteiligen sich an SpoSpiTo-Bewegungs-Pass

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Der sogenannte SpoSpiTo-Bewegungs-Pass will Elterntaxis Einhalt gebieten. Auch Schulen aus der Region werden bei der Aktion wieder dabei sein.

Wenn Kinder zur Schule laufen, haben sie Bewegung und lernen, sich im Straßenverkehr zurechtzufinden. Dazu will der SpoSpiTo-Bewegungs-Pass animieren.
Foto: dpa
Wenn Kinder zur Schule laufen, haben sie Bewegung und lernen, sich im Straßenverkehr zurechtzufinden. Dazu will der SpoSpiTo-Bewegungs-Pass animieren. Foto: dpa  Foto: Peter Kneffel

Der SpoSpiTo-Bewegungs-Pass - die Abkürzung steht für Sporteln, Spielen und Toben - geht in eine neue Runde. 2019 ins Leben gerufen, soll er die Kinder zu mehr Klimaschutz und Sport animieren. Wer innerhalb von sechs Wochen mindestens 20 Mal zur Schule radelt oder läuft (und nicht von den Eltern gefahren wird), bekommt eine Urkunde und nimmt an einem Gewinnspiel teil. Für jeden aus eigener Kraft zurückgelegten Weg unterschreiben die Eltern im Pass.

"Elterntaxis sind häufig ein großes Ärgernis"

Thomas Gansert, der die Aktion bundesweit leitet, nennt noch ein weiteres Ziel: "Elterntaxis sind häufig ein großes Ärgernis an Grundschulen, da sie für Verkehrschaos sorgen. Zudem führen sie zu gefährlichen Situationen für Kinder." Auch ein paar Schulen aus der Region haben sich bereits für die Aktion angemeldet, darunter die Albrecht-Dürer-Schule in Heilbronn. Gefahrensituationen kennt die stellvertretende Schulleiterin Jessica Eßlinger gut: "Es ist oft unübersichtlich." Hin und wieder komme es vor, dass Autos in zweiter und dritter Reihe stehen. Vor allem in der dunkleren Jahreszeit sei es deswegen schon zu brenzligen Situationen gekommen.

Die Sorgen mancher Eltern, dass ihre Kinder nicht wohlbehalten ankommen, kann die stellvertretende Schulleiterin nachvollziehen. Jessica Eßlinger empfiehlt in solchen Fällen, dass Schüler Laufgemeinschaften bilden. Außerdem könnten Eltern ihre Kinder auch zur Schule begleiten.


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Zwei Heilbronner Grundschulen ziehen positives Fazit über vergangenes Jahr

Bereits 2022 hat die Albrecht-Dürer-Schule bei der Aktion mitgemacht. "Sehr zufrieden" sei man mit den Erfahrungen gewesen: Die Hälfte der 125 teilnehmenden Schüler habe alle 20 Unterschriften zusammenbekommen, zieht Jessica Eßlinger ein positives Fazit.

"Es hat sich total gelohnt", zeigt sich auch Sabine Görmez, Leiterin der Grundschule Heilbronn-Biberach, über die Aktion im vergangenen Jahr zufrieden. "Die Vorteile liegen auf der Hand", sagt sie. Bewegung und frische Luft seien förderlich für ein gutes Lernklima im Gegensatz zu Kindern, die "müde aus dem Auto purzeln". Das hohe Verkehrsaufkommen vor der Schule sei durch die Aktion teilweise entschärft worden. Außerdem seien Eltern zum Jahresanfang in Warnwesten unterwegs und machten andere auf ein mögliches Fehlverhalten vor der Schule aufmerksam. "Es wird sehr verständnisvoll reagiert", so Görmez.

Gefährliche Stellen in Biberach machen Eltern Sorgen

"Was uns Sorgen macht, sind ein paar andere Stellen in Biberach." Als Beispiel nennt die Schulleiterin die Weiracherstraße. Dort gebe es eine Stelle, an der Autos beim Rechtsabbiegen oftmals über die rote Ampel fahren, weil sie so schwer zu sehen sei. Die Folge: "Aufgeregte Eltern", die sich bei Sabine Görmez melden und ihr Entschluss, ihre Kinder nicht zur Schule laufen zu lassen, solange die Verkehrssituation nicht sicherer werde.


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Onlineanmeldung: Grundschulen können sich bis Freitag, 3. Februar, online unter www.spospito-bewegungspass.de anmelden. Start des Projekts ist der 20. März 2023.

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