Wechselspiele im Heilbronner Telefunkenpark
Am Hightech-Standort in der Heilbronner Theresienstraße tut sich einiges: Kaufland und PSW gehen, ein Ingenieurbüro und eine Wirtschaftsberatung kommen. Und einer der großen Mieter erweitert seine Büros und die Produktion.

Der Wandel im Telefunkenpark an der Heilbronner Theresienstraße geht weiter. Der Hightech-Standort wird stetig erweitert und aufgehübscht - was sich äußerlich in neuem Logo und neuen Flaggen am Haupttor offenbart.
Zusätzliche Reinraum-Flächen
Doch es tut sich viel mehr auf dem Areal. Direkt an der Theresienstraße ist ein weiterer Neubau emporgewachsen. Hier bezieht der Infrarotspezialist AIM zusätzliche Büros. Außerdem erweitert das Unternehmen seine Kapazitäten: Am Standort der ehemaligen Kantine, wo bereits eine neue Halbleiterfabrik von Vishay entstanden ist, wird das obere Stockwerk komplett mit Reinräumen belegt. Künftig sollen hier Infrarotmodule für Satelliten produziert werden, etwa zur Erkundung von Klimawandel und Meeresströmungen. Bei Vishay läuft bereits der Probebetrieb, berichtet Benedikt Höss, Sprecher der Eigentümergemeinschaft.
Leer werdende Flächen sind quasi schon vergeben
Während die großen Drei - neben AIM und Vishay der Solarzellen-Hersteller Azur Space - wachsen, gibt es bei den weiteren Mietern im Gebäudekomplex in nächster Zeit diverse Änderungen. Audi bleibt zwar mit seinem Wasserstoff-Team von etwa 90 Mitarbeitern am Standort, der konzerneigene Ingenieurdienstleister PSW zieht aber zurück nach Neckarsulm, berichtet Höss. Auch die Handelskette Kaufland, die eine Etage in einem der Gebäude belegt hatte, verlässt den Telefunkenpark. Leerstand gibt es aber nicht, erklärt der Investor: Einen Großteil der Flächen übernehmen die anderen Mieter. "Alle Firmen prosperieren sehr gut", heißt es.
Neue Kantine ist in Betrieb gegangen
Die Zeag Engineering GmbH, die für das Areal die technischen Dienstleistungen übernimmt, steht ebenfalls vor einem Umzug: Sie belegt künftig Räume im Bau direkt hinter dem Werkstor. Ihr bisheriger Sitz, ein älteres Gebäude an der Theresienstraße, wird dann abgerissen. Soeben erst wurde der neue Dienstleistungsvertrag abgeschlossen, berichtet Höss. Damit sei der Standort mittelfristig gesichert; Zeag plane in den nächsten Jahren außerdem hohe Investitionen. Anfang August hat schließlich die neue Kantine ihren Betrieb aufgenommen. Das provisorische Zelt ist damit Geschichte.
Eine weitere Änderung bei den ansässigen Unternehmen ist nun äußerlich sichtbar: Der Bremsenspezialist Chassis Brakes, der 2019 von Hitachi übernommen wurde, hat nun auch den Namenszug Hitachi Astemo auf seinem Gebäude stehen.
Zwei Mieter für Büroturm gefunden
Unterdessen treiben die Eigentümer die Fortentwicklung des Geländes voran. Dazu muss der Bebauungsplan geändert werden - denn an der Südwestecke des Telefunkenparks werden die Pläne für einen fünfstöckigen Büroturm konkret. Immerhin seien bereits zwei Mieter gefunden, wenn auch die Mietverträge noch nicht endgültig unterschrieben sind, berichtet Höss: Es handelt sich um ein Ingenieurbüro aus dem Landkreis und eine Wirtschaftsberatung, die einen neuen Standort in der Region sucht. Details will der Investor bekanntgeben, sobald die nötigen Vereinbarungen getroffen sind.
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