Schoenfeld ist neue Bürgermeisterin von Beilstein
Im zweiten Anlauf ist die Bürgermeisterwahl in Beilstein entschieden. Barbara Schoenfeld hat sich am Sonntag durchgesetzt. Das Ergebnis war äußerst knapp. Nur 18 Stimmen gaben am Ende den Ausschlag.

Barbara Schoenfeld ist die neue Bürgermeisterin von Beilstein. Die 60 Jahre alte Schulamtsleiterin hat am Sonntag bei der Nachwahl 49,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können. Ihr engster Konkurrent in der vierköpfigen Kandidatenriege, Georg Kobiela, holte nur 18 Stimmen weniger und kam auf 48,9 Prozent. Die Mitbewerber Björn Mischiok und Ulrich Raisch blieben mit 1,18 beziehungsweise 0,17 Prozent der Wählerstimmen chancenlos.
Ergebnis im Vorfeld nicht abzusehen
"Es war ein sehr spannender, sehr intensiver und anstrengender Wahlkampf", betonte Schoenfeld sichtlich überwältigt. Sie bedankte sich für das ausgesprochene Vertrauen explizit bei den Bürgern der Langhansstadt: "Ich wurde von Anfang an ausgesprochen herzlich aufgenommen von den Beilsteinern und freue mich, dass ich jetzt zu ihnen gehören darf."
Obschon sie ein "gutes Gefühl" gehabt habe, sei das Ergebnis im Vorfeld nicht abzuschätzen gewesen, betonte Schoenfeld. Versöhnliche Worte richtete sie direkt nach der Ergebnisverkündung an den Zweitplatzierten Georg Kobiela - verbunden mit dem Angebot, im Umfeld des Wahlkampfes aufgetretene Dissonanzen "wieder auszugleichen. Kobiela nahm das knappe Ergebnis am Wahlabend mit sichtlicher Bedrückung entgegen, unterstrich aber auch: "Das ist eben Demokratie." Er wünsche Schoenfeld viel Erfolg bei den schweren Aufgaben, die nun vor ihr liegen.
Respekt für langen Wahlkampf
Den Kandidaten wie auch den Bürgern der Langhansstadt gegenüber zollte der stellvertretende Bürgermeister Oliver Muth nach der Sitzung des Wahlausschusses Respekt für den "sehr langen und anstrengenden Wahlkampf. Es war aber nicht umsonst, denn es ging ja um die Zukunft", betonte Muth.
Bereits unmittelbar nach der Verkündung begrüßten auch die anwesenden Bürgermeister der Nachbarstädte- und Gemeinden Schoenfeld in ihrem Kreis - und hatten neben Glückwünschen gleich den ersten Termin für sie parat: Schon am Mittwoch wird es in Abstatt ein erstes Kennenlerngespräch mit den kommenden Kollegen aus Ilsfeld, Untergruppenbach, Abstatt, Oberstenfeld und Großbottwar geben.
Anfangs zögerliche Beteiligung
Die Wahlbeteiligung lag am Ende bei 59,6 Prozent. Dabei hatte sich bereits über den Tag eine im Vergleich zum ersten Urnengang deutlich niedrigere Aktivität abgezeichnet. Gegen 11 Uhr hatten erst vier Prozent der 4869 wahlberechtigten Beilsteiner über 16 Jahre ihr Kreuz in einem der sechs Wahllokale gemacht. Wie Hauptamtsleiterin Irina Baumbusch weiter mitteilte, entsprach dies gerade einmal der Hälfte derer, die am 14. März bis zu dieser Zeit den Weg zur Wahlurne angetreten waren. Am Sonntagnachmittag vermeldete Baumbusch dann eine aktuelle Beteiligung von nicht ganz 24 Prozent - schon etwas mehr, aber nach wie vor unter dem Vergleichswert von 30 Prozent rund vier Wochen zuvor. Am Ende hatte seinerzeit die Wahlbeteiligung bei 68,3 Prozent gelegen.
Hoch war schließlich auch die Zahl derer, die ihr Votum per Briefwahl abgegeben haben: "Dieses Mal haben insgesamt 1732 Personen Briefwahlunterlagen beantragt", so Baumbusch. 1634 Beilsteiner hatten diese Option am 14. März genutzt. Für den im Vergleich zu vorherigen Wahlen in der Langhansstadt bereits sehr hohen Wert war neben der allgemeinen Pandemielage auch die parallele Landtagswahl mitursächlich. Kommentar "Wogen glätten"
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Kommentare
Björn Thieme am 11.04.2021 21:55 Uhr
Hoffentlich war es auch die richtige Entscheidung für Beilstein!
Wir gehen davon aus, daß unter anderem auch ihre massive Werbung überall (selbst als andauernde Werbeeinblendung bei Facebook usw.) dazu beigetragen hat, das sie bzw. ihr Name mehr ins Gespräch kam.
Ich wünsche ihr und unserer Gemeinde trotzdem viel Glück und gutes Gelingen!