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Wüstenrot

Sabine Rügler aus Wüstenrot ist die beste Bogenjägerin Deutschlands

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Die 51-jährige Wüstenroterin gewann in 3D-Wettbewerben nicht nur den Titel, sondern weitere Platzierungen auf dem Treppchen.

Sabine Rügler beim Training in einem 3D-Parcours.
Sabine Rügler beim Training in einem 3D-Parcours.  Foto: privat

Eigentlich reizte Sabine Rügler dieses Hobby überhaupt nicht, als ihr Mann Matthias 2016 zu Pfeil und Bogen griff, nachdem der Schützenverein SC Diana Oberheimbach diese neue Sparte anbot. Aber es hat die 51-Jährige dann doch gepackt, und nach nur sechs Jahren kann sie 2022 eine wahre Erfolgsbilanz vorweisen: Die Walklensweilerin ist Deutsche Meisterin.

Dreidimensionale Tiernachbildungen

Darüber in der Zeitung zu lesen, das hätte die 51-Jährige gerne vermieden. Aber ihre Top-Platzierungen sind Werbung für den Bogensport im Schützenverein Oberheimbach sowie für den 3D-Parcours. Im Wald unterhalb von Maienfels kann jedermann auf der Strecke mit den 30 Stationen auf dreidimensionale Nachbildungen von Wildschwein, Steinbock, Reh & Co. zielen. „Die Bogenschützen sind dadurch im Aufwind, speziell die Jugendlichen“, freut sich Diana-Bogenreferent Peter Dietrich über die Erfolge von Rügler. 15 Jugendliche kommen regelmäßig zum Training.

Sieg kam überraschend

Im Bogensport gebe es wie beim Boxen unterschiedliche Verbände, erklärt die Wüstenroterin, so dass sie bei unterschiedlichen Meisterschaften antritt. Beim Deutschen Schützenbund (DSB) und beim Traditionellen Bogensportverband Deutschland (TBVD) belegte sie in diesem Jahr Rang drei bei den Deutschen Meisterschaften. In Kempten setzte sie im Oktober noch eins drauf und kletterte auf dem Siegerpodest ganz nach oben. Dass sie Medaille und Urkunde für Platz eins überreicht bekommt, hatte Rügler nicht erwartet. Etwas mehr als eine Handvoll Wettkämpferinnen traten an. „Frauen haben diesen Sport noch nicht so entdeckt“, meint Rügler. Vielleicht bevorzugten sie auch eher das technische Schießen auf Scheiben.

Ganz einfacher Bogen

Rügler trat in der Kategorie Bowhunter, übersetzt: Bogenjäger, an. Ihr Sportgerät hat keinerlei Hilfsmittel, nicht einmal eine Pfeilauflage. Den Parcours in Kempten bezeichnet sie als anspruchsvoll, aber auch der heimatliche hat es mit dem steilen Gelände und der Hanglage in sich. Hier und auf anderen Anlagen trainiert Sabine Rügler, aber nicht verbissen. Bogenschießen ist nur ein Hobby, bei dem der Spaß im Vordergrunds stehe. Sie berichtet von „schönen Begegnungen“ bei Wettkämpfen. Es hätten sich schon Freundschaften gebildet.

 


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Quer durch den Wald

Warum ist die Wüstenroter lieber eine Bogenjägerin, bevorzugt das jagdliche Schießen? Warum zielt sie nicht auf Scheiben? „Weil ich unheimlich gern im Gelände bin und es quer durch den Wald geht“, antworte die zweifache Mutter. Sie spricht von einem Hype beim 3D-Bogenschießen, entstünden doch viele Parcours. Österreich sei jedoch Deutschland immer noch 20 Jahre voraus.

Beim Bogensport werde der komplette Bewegungsapparat gefordert. Bis zum Schuss sei Körperspannung gefragt genauso wie Konzentration. Das ist gut für den Rücken und die Koordination, meint Rügler, die erzählt, dass ihr Mann, der den Maienfelser Parcours betreut, ihr Equipment liebevoll pflege und sogar ihre Pfeile baue.

 


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