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Neckarsulm

Rund 100 Fragen zur Untertagedeponie

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Die Südwestdeutschen Salzwerke luden zur Öffentlichkeitsbeteiligung in die Ballei. Die Resonanz fiel mäßig aus.

Viele Interessierte sind nicht zur Bürgeranhörung gekommen, die Anwesenden hatten dafür aber jede Menge Fragen im Gepäck.
Viele Interessierte sind nicht zur Bürgeranhörung gekommen, die Anwesenden hatten dafür aber jede Menge Fragen im Gepäck.  Foto: Seidel, Ralf

Vorstand, Bergwerkschef und Bereichsleiter waren gekommen, eine Präsentation war vorbereitet, sechs Moderatoren standen bereit, um in Kleingruppen Fragen zu sammeln. Alleine - das Interesse war eher übersichtlich. Dabei ging es um Giftstoffe und ihre künftige Einlagerung: Im Bergwerk Heilbronn soll eine neue Untertagedeponie geschaffen werden, um von 2029 an hochbelastete Stoffe aufnehmen zu können.

Von den knapp 50 Zuhörern in der Ballei dürften mindestens zehn von den Salzwerken gekommen sein. Von den Umwelt- und Bürgerinitiativen waren unter anderem Franz Wagner und der Heilbronner Linke-Gemeinderat Erhard Jöst erschienen. Aber auch die weiteren Zuhörer hatten allerlei Fragen mitgebracht.



Am Ende schälten sich einige zentrale Themen heraus: Ganz oben stand für die Teilnehmer die Sicherheit der künftigen Deponie - gegen eindringendes Wasser, Katastrophenereignisse wie im Ahrtal, Erdbeben und geologische Veränderungen. Daneben wollten sie wissen, ob die in großen Säcken, Fässern oder Behältern eingelagerten Stoffe langfristig dokumentiert werden und zurückgeholt werden können, ob die Annahme von strahlendem Müll garantiert ausgeschlossen bleibt, warum der Standort gewählt wurde und welche Auswirkungen der Lieferverkehr hat.

Auch das Suedlink-Kabel, das ja durch das Bergwerk verlaufen soll, und die Verantwortung bei Unfällen wurden angesprochen. Alle gut 100 Fragen wurden aufgeschrieben, in jeder Gruppe ein "Redaktionsbürger" bestimmt, der für die Zusammenfassung zuständig ist - und bis Ende Oktober sollen alle Fragen und die Beantwortung auf der Internetseite www.salzwerke-dialog.de stehen.


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Über den Stand der Arbeiten hatte zuvor Andreas Klotzki, Bereichsleiter Entsorgung, berichtet. Vorgesehen ist die Deponie unter dem Westrand von Obereisesheim in einem rechteckigen Bereich. Zurzeit werde dort das Salz abgebaut. Zu dem übrigen Bergwerk bleiben 100 bis 200 Meter Gestein stehen, als sogenannte Sicherheitsfeste. Bis 2025 soll der Abbau beendet sein. Bereits Ende nächsten Jahres wollen die Salzwerke den Antrag zur Planfeststellung einreichen, mit einem Beschluss rechnen sie 2025. 2026 könnte der Betrieb schon starten.

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