Ostersonntag nutzen die Menschen zum Picknick und Grillen im Grünen
Das sonnige Wetter lockt Spaziergänger, Ausflügler und Radfahrer in die Natur. Breitenauer See, Heuchelberg und Wertwiesenpark gehören zu den beliebten Zielen.
Die Sonne strahlt am Ostersonntag, also nichts wie raus an die frische Luft und in die Natur. Zwar liegen die Temperaturen im Vergleich zur vergangenen Woche etwa zehn Grad niedriger, aber die Frühlingssonne hat genügend Kraft, zu wärmen. Im Wertwiesenpark in Heilbronn oder im Naherholungsgebiet Breitenauer See sind Picknick und Grillen im Grünen angesagt. Sportliche Mountainbiker und Freizeitradler sind in Wald und Flur unterwegs, Kinder düsen mit Fahr- und Laufrädern und Rollern davon, das eine oder andere Gefährt hat der Osterhase gebracht.
Vor dem Frühstück erst zur Andacht
Familie Waldenmaier hat den Tag mit der Osterandacht um 8 Uhr im Freien auf dem Friedhof in Schluchtern begonnen. Nach dem anschließenden Frühstück hat sie sich auf gemacht auf ihren Hausberg, bevor die Tagesausflügler den Heuchelberg bevölkern, meint Dorothea Waldenmaier. Vor der Mittagszeit geht es hier noch beschaulich zu, so dass man ungestört das Gefühl von Weite, das der herrliche Ausblick vermittelt, genießen kann. "Wir haben es schön hier, wir müssen nicht wegfahren", sagt Dorothea Waldenmaier.
Erlebnispfad eine Attraktion für Kinder
Katja Grabert aus Brettach und ihr Schwager schauen hinauf zum Turm, sie sind nicht schwindelfrei. Ihre Partner und Kinder sind die Stufen hinaufgeklettert und haben in luftiger Höhe hörbar Spaß. Da coronabedingt viele Vergnügungen gestrichen sind, haben sich die Familien den Erlebnispfad rund um die Heuchelberger Warte ausgesucht. Verpflegung haben sie eingepackt.
Getränke und Essen zum Mitnehmen
Dabei könnten sie das Take-Away-Angebot des Berg-Gasthauses mit kleinen Gerichten und Getränken zum "Schlemmen in der Natur" nutzen. An der Ausgabe werden gerade die Rollläden hochgezogen. Wirt Jürgen Wieland weist darauf hin, dass die Laufwege genau abgesteckt sind, so dass ein coronakonformer Ablauf gewährleistet sei. Zudem achteten Hygienebeauftragte auf Abstand und Maskenpflicht. Der Biergarten ist abgeriegelt, die Stühle müssen verwaist bleiben.

Kiosk am See hat geöffnet
Ina Jäger brät Schaschlik, Schnitzel, Hamburger und Würste, füllt den Frittierkorb mit Pommes. Mit den steigenden Temperaturen ist der Kiosk der Schröters am Breitenauer See seit Mitte März wieder geöffnet. "Leidlich", antwortet Jäger auf die Frage, wie das Geschäfts läuft. "Aber die Leute freuen sich, auch wenn sie nur ein Eis holen." Auf der Terrasse darf nichts gegessen und getrunken werden, also setzen sich Spaziergänger und Ausflügler auf die Mauer unterhalb, auf Steine und Bänke oder breiten die mitgebrachte Decke auf den Liegewiesen aus. So wie Sandra Gorse. Sie ist mit Tochter und Stieftochter aus Stuttgart gekommen, um den See als mögliches Badeziel für den Sommer kennenzulernen. Dass daraus dieses Jahr nach der jetzt anstehenden Revision des Hochwasserrückhaltebeckens nichts wird, hat sie nicht gewusst. Das Wasser ist inzwischen zu Teichgröße geschrumpft.

Im Wertwiesenpark rauchen die Grills
Punkt 12 Uhr landen auf den Papptellern Steak und Würstchen, die zu einem bunten Salat serviert werden. Obst steht als Dessert auf dem Campingtisch bereit. So wie das junge Paar haben eine Reihe von Familien den Wertwiesenpark zum Grillplatz auserkoren. Väter spielen mit ihren Kindern Fußball, auf dem Spielplatz hängen Kinder wie Spinnen im großen Netz und hangeln sich an Seilen in die Höhe. "Das ist ein großer Garten", sagt ein junger Heilbronner, der es sich mit Freundin und einem anderen Pärchen in der Sonne gemütlich gemacht hat. "Das war der Plan", sagt er, gibt aber zu, dass er teilweise schon Corona-Frust spüre. Dass man abends nichts planen und weggehen könne, das vermisse er.




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