Obere Fundel: Neue Feuerwache steht, Wohngebiet wird erschlossen
Auch neben dem Campus-Gelände in Bad Friedrichshall wird fleißig gearbeitet. Bauherren können an der Amorbacher Straße bald loslegen.

Beim Baugebiet "Obere Fundel" in Bad Friedrichshall denken die meisten als erstes an den Projekt-Campus der Schwarz-Gruppe. Es gibt aber noch andere interessante Baustellen in dem insgesamt 25 Hektar großen Areal. Die Freiwillige Feuerwehr bekommt hier zum Beispiel eine zusätzliche Wache.
"Die Gebäudehülle ist schon fertig", informiert Bürgermeister Timo Frey. Derzeit erfolge der Innenausbau, sodass die sogenannte Ausrückwache Süd zur Jahresmitte in Betrieb geht. Auch ein Blockheizkraftwerk ist am Gebäude errichtet worden. Dieses soll das Neubaugebiet zwischen Campus und der bestehenden Siedlung sowie ein kleines Gewerbegebiet versorgen, das ebenfalls in der "Oberen Fundel" entsteht. Der Schwarz-Campus bekommt seine eigene Wärme- und Stromversorgung.
Lärmschutzwall ist bereits fertig
Im Neubaugebiet an der Amorbacher Straße laufen die Erschließungsarbeiten, ein Lärmschutzwall ist bereits fertiggestellt. "Die Zusagen für die Bauplätze sind erteilt", sagt Timo Frey. Jetzt seien die Bauherren aufgefordert ihre Baugesuche bei der Stadt einzureichen. Einen großen Teil bebaut die Wunschhaus Living GmbH aus Bad Friedrichshall.
Sie plant zehn Einfamilienhäuser und 73 Eigentumswohnungen, wie ihre Internetseite verrät. Somit soll eine "Schnittstelle zwischen dem gewachsenen nachbarschaftlichen Wohngebiet und der innovativen Neuausrichtung auf der Oberen Fundel" entstehen. Im neuen Quartier zu wohnen, sei sicher auch für künftige Campus-Mitarbeiter interessant, sagt Timo Frey. Insgesamt entstünden 140 bis 160 Wohneinheiten, in die rund 250 Menschen einziehen werden.
Untersuchungen an Skeletten dauern noch einige Zeit
Bewohnt war das Areal "Obere Fundel" bereits vor Tausenden Jahren. Das haben Untersuchungen von Archäologen ergeben, die Monate vor Beginn der Bauarbeiten das Gebiet erforscht haben. "Die Funde und Befunde zeigen, dass der Geländesporn östlich des Neckars seit Jahrtausenden besiedelt war", teilt das Landesdenkmalamt mit. Die ältesten Befunde stammten aus der Zeit um 5500 vor Christus. Von besonderem Interesse sei ein zirka 5000 Jahre alter Bestattungsplatz mit 14 Gräbern. Die genauere Untersuchung der Skelette werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
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