Meinung zu weggeworfenen Zigarettenstummeln: Es muss weh tun
Erst wenn es an den Geldbeutel geht, ändert man sein Verhalten, meint unsere Autorin. Die Kippen-Sammelaktionen von Freiwilligen findet sie bewundernswert.

Arsen, Blei, Kupfer, Chrom – all das und noch viel mehr findet man in Zigarettenstummeln. Ganz davon abgesehen, dass Raucher die Stoffe freiwillig einatmen und dafür viel Geld bezahlen: Die Natur hat sich nicht dafür entschieden, mit diesem Gift konfrontiert zu werden. Aber wehren kann sie sich eben nicht. Und obwohl eigentlich bekannt sein dürfte, wie schädlich die Kippen sind, scheint das vielen Menschen völlig egal zu sein.
Überall liegen die Filter herum, auch auf Spielplätzen, obwohl es mittlerweile verboten ist, dort zu rauchen. Dass die Verwaltungen der einzelnen Kommunen weder bei Kontrollen noch bei der Beseitigung hinterherkommen, ist traurig, aber auch nachvollziehbar. Deshalb ist das freiwillige Engagement von Bürgern umso wichtiger und auch bewundernswert. Wer sammelt schon gerne den Müll von anderen ein und wird dafür nicht mal bezahlt?
Letztendlich sind solche Aktionen aber ein Kampf gegen Windmühlen, denn nach wenigen Tagen sieht es in manchen Ecken wieder genauso aus wie vorher. Rund 60 Liter Kippen wurden innerhalb eines Jahres nur alleine in Bad Rappenau eingesammelt. Eine unglaubliche Menge, die enorm viel Schaden anrichten kann. Deshalb sind hohe Bußgelder gerechtfertigt. Denn erst, wenn es an den eigenen Geldbeutel geht, reißen sich die meisten Menschen zusammen und ändern etwas an ihrem Verhalten. Es muss erst richtig weh tun, bis man Verhaltensmuster korrigiert.
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