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Bildung auf den Punkt

Lehrerversorgung: So sieht es in den nächsten Jahren in den Schulen aus

  
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Gewinnung und Bildung von Lehrern für einen hochwertigen Unterricht: Das sind Empfehlungen einer Expertenkomission der Kultusministerien.

Um die Unterrichtsversorgung ging es auf dem Bildungscampus in Heilbronn. Gekommen waren Lehrer und Vertreter von Schulamt sowie Ausbildungsseminar.
Foto: Jürgen Häffner
Um die Unterrichtsversorgung ging es auf dem Bildungscampus in Heilbronn. Gekommen waren Lehrer und Vertreter von Schulamt sowie Ausbildungsseminar. Foto: Jürgen Häffner  Foto: Häffner, Jürgen

Die fehlenden Lehrer beschäftigen die Politik. Die Kultusministerkonferenz hat dieser Tage eine Studie zum Bedarf an neuen Lehrern vorgestellt. Tenor: In den Jahren bis 2035 werden voraussichtlich fast 400.000 Junglehrer den Vorbereitungsdienst absolvieren, benötigt werden fast 465.000.

Die Leistungen der Kinder kommen kaum voran, je nach Studie gehen sie sogar weiter zurück. Nach den jüngsten Ergebnissen der internationalen Pisa-Vergleichsanalyse wurde einmal mehr das Bekenntnis laut, dass mehr im Vorschul- und Grundschulbereich getan werden müsse.


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Auch mit der Lehrerversorgung an Grundschulen hat sich die Kultusministerkonferenz befasst. Bis zum Jahr 2025 gebe es bundesweit "wohl eine akute Unterdeckung". Für die Jahre 2026 bis 2029 ist von einer "geringen Entspannung der Situation" die Rede, in den Folgejahren bis 2035 gehen die Statistiker von einer weiteren Entspannung aus. Nicht nur das: "Teilweise tritt sogar ein Überangebot auf."

Elf Empfehlungen: So soll es bei der Lehrerversorgung aufwärts gehen

Kürzlich hat sich zudem die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz mit der "Lehrkräftegewinnung und Lehrkräftebildung für einen hochwertigen Unterricht" beschäftigt. Die Experten geben den Ländern elf Empfehlungen, dazu gehört unter anderem, Studienberechtigte gezielt für ein Lehramtsstudium vor allem für die vom Mangel betroffenen Fächer und Schulformen anzusprechen. Auch wichtig sei es, den Stellenwert der Lehrkräftebildung an Universitäten "durch strukturelle Verankerung sowie gezielte Anreize" zu erhöhen.

Baden-Württemberg macht sich auf den Weg, zurück zum neunjährigen Gymnasium zu gehen. "Ressourcenneutral kann es nicht gehen", sagt Antje Kerdels, Sprecherin der Schulleitungen der Gymnasien in der Region. Sie will aber nicht nur auf ihre Schulart blicken. "Vielleicht brauchen alle mehr Lehrer."

 

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