Landratsamt bringt keine Flüchtlinge im ehemaligen Krankenhaus unter
Das alte Krankenhaus in Möckmühl steht war leer, zur Erstaufnahme für Ukrainer wird es trotzdem nicht genutzt. Eigentümer SLK-Klinken hat andere Pläne.

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Überall im Landkreis bereiten sich Kommunen darauf vor, ukrainische Flüchtlinge unterzubringen. 980 Personen mit privaten Unterkünften haben sich bereits bei den Einwohnermeldeämtern gemeldet, 65 Menschen leben in der vorläufigen Unterbringung des Landkreises. Für diese könne man auch das ehemalige Krankenhaus in Möckmühl nutzen, so der Vorschlag einer Bürgerin.
Das Haus steht leer, umgesetzt wird die Idee aber nicht. Es gebe keine Pläne, das ehemalige Klinikgelände zur Unterbringung von Geflüchteten zu nutzen, erklärt das Landratsamt Heilbronn.
Vertrag noch nicht unterzeichnet
Das Gebäude gehört den SLK-Kliniken, die in Verhandlungen mit einem Investor stehen. 2016 war der Beschluss gefallen, den Betrieb in Möckmühl einzustellen, 2018 hatten die letzten stationären Patienten das Krankenhaus verlassen. Jetzt ist ein Pflegeheim geplant, der Kaufvertrag soll im Laufe des zweiten Quartals unterzeichnet werden. Eine mögliche Zwischennutzung durch den Landkreis hätte eventuell Auswirkungen auf diesen Vertrag, gibt das Landratsamt zu bedenken.
Klinikum stellt Appartements zur Verfügung
Auch ein Sprecher der SLK-Kliniken sagt, es gebe aktuell keine Pläne, das Möckmühler Haus für Flüchtlinge zu nutzen. SLK habe aber 42 Appartements im Personalwohngebäude am Klinikum am Plattenwald in Bad Friedrichshall für Geflüchtete zu Verfügung gestellt. Einige davon werden bereits genutzt. Das Landratsamt betont ebenfalls, man habe andere Kapazitäten: "Uns liegen einige weitere Optionen vor, die zeitnah bezogen werden können."
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