Kommentar: Hilferuf am SLK
Die Dokumente, die unsere Redaktion erreichten, sind ein Hilferuf: Die Personalsituation auf einigen SLK-Stationen sei so prekär, heißt es darin, dass Patienten akut gefährdet seien - bis hin zur Lebensgefahr.
Die Dokumente, die unsere Redaktion erreichten, sind ein Hilferuf: Die Personalsituation auf einigen SLK-Stationen sei so prekär, heißt es darin, dass Patienten akut gefährdet seien – bis hin zur Lebensgefahr.
Klar ist: Die Lage in der Pflege war schon vor Corona angespannt. Mit der Pandemie hat sich das nochmals deutlich verschärft, so dass auch pflegerische Basisversorgung offenbar nicht mehr jederzeit gewährleistet ist.
Man braucht nur auf die SLK-Zahlen zu schauen: Konstant um die 100 Patienten mit Covid-19 müssen seit Wochen zusätzlich versorgt werden. Beschäftigte gehen dabei sicher in vielen Fällen deutlich über ihre eigenen Belastungsgrenzen hinaus – körperlich und psychisch.
Personelle Probleme allein der neuen SLK-Geschäftsführung unter dem Stichwort "Gewinnmaximierung" anzukreiden, geht jedoch am Thema vorbei. Die Aufgabe von Thomas Weber ist es, die Gesundheitsversorgung der Bürger in der Region sicherzustellen. Dabei soll SLK kostendeckend arbeiten – bei knappen Ressourcen in der Pflege und in ärztlichen Bereichen. Das ist ein vielfacher Zielkonflikt, der sich wohl nur langfristig durch eine Transformation des Gesundheitssystems auflösen lässt. Dabei werden auch unbequeme Frage zu beantworten sein. Zum Beispiel: Was ist uns unsere Gesundheit wert? Und welche Abstriche sind wir bereit in Kauf zu nehmen?
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