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Inzidenz und aktive Corona-Fälle: Das ist der Unterschied

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Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde in der Region zuletzt viel diskutiert. Man sollte diese Kennzahl nicht mit den Angaben zu aktiven Corona-Fällen verwechseln.

Eine Mitarbeiterin des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg pipettiert Coronaproben. Das Landesgesundheitsamt ist fachliche Leitstelle für den  öffentlichen Gesundheitsdienst in Baden-Württemberg. In der Coronakrise laufen dort die Fäden zusammen. Foto: dpa
Eine Mitarbeiterin des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg pipettiert Coronaproben. Das Landesgesundheitsamt ist fachliche Leitstelle für den öffentlichen Gesundheitsdienst in Baden-Württemberg. In der Coronakrise laufen dort die Fäden zusammen. Foto: dpa  Foto: Marijan Murat (dpa)

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz wurde am Mittwochabend für die Stadt Heilbronn mit 39,6 angegeben, im Landkreis Heilbronn liegt sie bei 13,9, im Hohenlohekreis bei 4,4. Die Kennzahl wurde zuletzt viel diskutiert, weil strenge Beschränkungen zu erwarten sind, wenn sie über 50 steigt.

Der Wert für die Sieben-Tage-Inzidenz wird vom Landesgesundheitsamt in Stuttgart mit einer computerbasierten Statistiksoftware ermittelt, teilt eine Sprecherin auf Stimme-Anfrage mit. Die Sieben-Tage-Inzidenz entspricht demnach der Anzahl der in den vergangenen sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. "Hierfür werden die Daten zu den Sars-Cov-2-Infektionen, die die Gesundheitsämter an das Landesgesundheitsamt übermittelten, herangezogen und die Neuinfektionen des aktuellen Tages plus sechs Tage einbezogen."

Weiter gilt die Vorwarnstufe für Heilbronn

In Relation gesetzt werden sie dann zum jeweiligen Bevölkerungsstand des Statistischen Landesamts vom Juni 2019. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein Indikator für eine frühzeitige Erkennung von ansteigenden regionalen Infektionszahlen. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass Landkreise oder kreisfreie Städte mit einem Wert von über 50 ein konsequentes Beschränkungskonzept umsetzen müssen, ab 35 gilt die Vorwarnstufe.

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Manche Medien veröffentlichen Zahlen zur Inzidenz, die von den offiziellen Werten abweichen. Grund ist der Unterschied von Melde- und Übermittlungsdatum. Beispiel: Eine Software addiert vom 20. bis 26. August alle neuen Fälle. Darunter sind zehn Infektionen, die am 20. August (Übermittlungsdatum) um 12 Uhr mittags aus Heilbronn dem Landesgesundheitsamt weitergereicht wurden. Fünf davon sind schon am 19. August in Heilbronn aufgelaufen (Meldedatum), aber eben nach 12 Uhr. Die offizielle Inzidenz wird anhand des Meldedatums berechnet. 

Die Inzidenz ist nicht zu verwechseln mit der Zahl aktiver Corona-Fälle, wie sie etwa der Landkreis veröffentlicht. Die aktiven Fälle ergeben sich, wenn man alle bisher ermittelten Corona-Infektionen an einem Ort addiert. Hiervon werden Genesene sowie Verstorbene abgezogen.

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