Hochwasser nimmt ab - Straßen wieder frei

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Auf dem Neckar geht das kleine Hochwasser seit gestern zurück. Die Brückenstraße zwischen Neckarsulm und dem Teilort Obereisesheim wurde heute Vormittag wieder freigegeben.

Von Jürgen Kümmerle und dpa

Das Hochwasser am Oberrhein hat voraussichtlich seinen Höhepunkt erreicht. In der Nacht zu Mittwoch sank der Pegelstand in Maxau (Karlsruhe) laut Daten der Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) Baden-Württemberg erstmals wieder. Er erreichte 8,57 Meter. So ein Hochwasser kommt laut HVZ im Schnitt etwa alle zehn Jahre vor. Kritisch sei die Situation aber nicht.

Der Höhepunkt der Welle verlagere sich laut HVZ flussabwärts in Richtung Speyer (Rheinland-Pfalz) und Mannheim. An den Pegeln dort wird der Scheitel am Mittwochabend beziehungsweise Donnerstagfrüh erwartet. Die Schifffahrt auf dem Oberrhein bei Karlsruhe bleibt weiterhin eingestellt, solange der Pegelstand über der für die Schifffahrt kritischen Marke von 7,50 Meter liegt.

Am Dienstag war im französischen Erstein ein sogenannter Polder geöffnet worden, der 7,8 Millionen Liter Wasser fassen kann. Polder sind Bereiche, die bewusst geflutet werden, um das Hochwasser auf dem Rhein zu reduzieren.

Entspannte Lage am Neckar 

Auf dem Neckar geht das kleine Hochwasser laut HVZ-Angaben seit Dienstag zurück. Die Brückenstraße zwischen Neckarsulm und dem Teilort Obereisesheim war seit gestern wegen Überflutung gesperrt. Die Sperrung wurde am späteren Mittwochvormittag wieder aufgehoben. Zuvor wurde die Straße noch gereinigt. 


 

Am Mittwoch rekordverdächtig mild

Zur Wochenmitte sorgt eine westliche Strömung im Südwesten für mildere Temperaturen. Am heutigen Mittwoch soll die Wolkendecke stärker auflockern, so dass sich die Sonne zeitweise blicken lässt, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte. Im Breisgau könnte es bis zu 17 Grad warm werden. In der Region Heilbronn soll es rund drei Grad kühler bleiben. „Im Durchschnitt ist der Januar in Stuttgart bislang rund fünf Grad zu warm“, sagte der Experte.

In der Nacht zum Donnerstag kann sich am Bodensee und an der Donau aber Nebel bilden. Zum Donnerstag könnte es auch wieder etwas windiger werden: Auf den Schwarzwaldgipfeln muss nach DWD-Angaben mit stürmischen Böen oder Sturmböen gerechnet werden. Sonst bleibt es im Rest des Landes meist trocken.

 

 

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben