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Gartenschau Eppingen mit Kunstwerken gespickt

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Die Gartenschau in Eppingen ist auch für Freunde der Kunst einen Ausflug wert. Im Gelände und in der Altstadt warten mehr als 40 Großskulpturen darauf, entdeckt zu werden. Es gibt auch Mitmachangebote für Jedermann.

Reizvoller Durchblick: Das Eppinger Auge befindet sich im Weiherpark. Die Skulptur ist aus Cortenstahl gefertigt und stammt von Rüdiger Seidt.
Reizvoller Durchblick: Das Eppinger Auge befindet sich im Weiherpark. Die Skulptur ist aus Cortenstahl gefertigt und stammt von Rüdiger Seidt.  Foto: Kühl, Jörg

Die Gartenschau in Eppingen bietet nicht nur Anregungen zur Gestaltung des eigenen Gartens, Erholung und ein reichhaltiges Bühnenprogramm. Auch für Liebhaber der bildenden Künste gibt es einiges zu entdecken.

Am Auffälligsten sind sicherlich die mehr als 40 Großskulpturen, die das Stadt- und Fachwerkmuseum Alte Universität auf dem Gelände und in der Altstadt präsentiert. Gezeigt werden unter anderem Werke von Guido Messer, Karl-Henning Seemann, Gunther Stillung, Rüdiger Seidt, Rebecca Koellner, Jo Winter, Volker Tiemann, Friedemann Grieshaber und Claus Staudt. Einige Großplastiken sind, in der Altstadt verteilt, auch ohne Gartenschau-Ticket zu erleben. Dazu zählen mehrere Werke von Gunter Stilling und die über der Elsenz schwebenden Bootsskelette von Claus Staudt.


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Einladend offen und verspielt präsentiert der Landkreis Heilbronn auf der Eppinger Gartenschau. Wer oben in die Pedale tritt, genießt dabei die Aussicht übers Gelände. Unten irritiert derzeit eine Ausstellung des Waldnetzwerks.
Foto: Susanne Schwarzbürger
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Der Landkreis Heilbronn zeigt sich auf der Eppinger Gartenschau verspielt


Das monumentalste Werk stammt von Gunther Stilling

Zu den Objekten, die auf der Gartenschau stehen, bietet Eppingens Museumsleiter Peter Riek musikalisch begleitete Spaziergänge an. Am 20. Juli geht es mit dem Saxofonisten Frank Riedel, am 17. August mit der Blockflötistin Carolin Fischer und am 21. September wiederum mit Frank Riedel am Saxofon zu den Kunstwerken. Treffpunkt aller geführten Rundgänge ist um 18 Uhr am Bahnhof.

Manche Skulpturen sind auf dem Gartenschau-Gelände an prominenter Stelle angeordnet und somit nicht zu übersehen. Dazu zählt das "Eppinger Auge", eine Plastik aus Cortenstahl von Rüdiger Seidt. Ebenso unübersehbar: das monumentale Werk "Styx" von Gunter Stilling. Dabei handelt es sich um ein Bootswrack samt symbolischem Fährmann mit Münze im Mund.


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Vanessa Heitz, Bruder Hubert, Roy Jastrow, Albert Lachnit, Ilona Weikum und Pfarrer Manfred Tschacher (von links) genießen es selbst, in der Kirchenoase über Gott und die Welt zu reden.
Fotos: Ulrike Plapp-Schirmer
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Eine Oase inmitten des Trubels auf der Eppinger Gartenschau


 

Wo verborgene Skulpturen zu entdecken sind

Auf den Festwiesen sind die Plastiken Karl-Henning Seemanns nicht zu übersehen. Etwa der Theaterdirektor, der etwas dickbäuchig vor der Sparkassenbühne auf einem Stuhl steht. Andere Objekte sind hingegen eher versteckt an reizvollen Plätzen zu finden. So die "Große Kröte" von Guido Messer, die in den historischen Gärten am Bachwegle platziert ist.

Zusätzlich zu den fest installierten Plastiken gibt es wechselnde Ausstellungen in der Alten Universität. Bis 19. Juli sind dort Zeichnungen und Bozzetti des Löchgauer Bildhauers Karl-Henning Seemann zu sehen.

Mit dem 26. Künstlerfahnenfestival startet am 21. Juli das nächste Highlight. Gezeigt werden "Roses" von Hermann Försterling. Da sind hyperrealistisch gemalte Bildnisse von Rosen, die in Form von Fahnen zwischen den Fachwerkhäusern wehen werden. Dazu gibt es eine Ausstellung im Museum.


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Eva-Maria Brandner aus Mosbach ist mit ihrem Mann Harry und Hündin Nala mit dem Wohnmobil nach Eppingen gereist. Der neue Stellplatz wurde neben dem Festplatz an der Talstraße errichtet.
Foto: Jörg Kühl
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Mit dem Wohnmobil zur Gartenschau in Eppingen


Wo glühendes Eisen in kunstvolle Formen gebracht wird

An drei zentralen Kreuzungen in der Eppinger Altstadt hat der Gemminger Künstler Hinrich Zürn im Auftrag der Stadt florale Motive mit weißer Farbe auf den Boden gesprüht. Efeu, Knoblauch und Lilien helfen Besuchern, auf dem Rundweg zu bleiben.

Der Eppinger Verein Artificium ist ein weiterer Akteur, der im Rahmen der Gartenschau künstlerische Akzente setzt. Jeweils eine Woche lang ist im Gläsernen Atelier und davor ein Kunsthandwerker oder ein Kollektiv bei der Arbeit zu erleben. Bis 3. Juli sind die Mitglieder der Nordheimer Kunstschmiede "Ferrum et Ignis" (Eisen und Feuer) dran. Sie bieten mit dem Klopfen der Schmiedehämmer auf das glühende Eisen ein Erlebnis für alle Sinne. Ab 4. Juli können Interessierte die Gemminger Papiergestalterin Annette Hartmann-Brunner beim Papierschöpfen beobachten. Artificium bietet auch Kreativkurse zum Mitmachen an. Vom 6. bis 8. Juli können Teilnehmer mit Annette Hartmann-Brunner Papier schöpfen.

Nackte Körper werden zu Kunstwerken

Mit "Wolf Bodymagic & Friends" kommt vom 11. bis 14. August ein international tätiger Bodypainting-Künstler auf die Garteschau. Artificium konnte den in London lebenden und arbeitenden Wolf Reicherter gewinnen, der aus Eppingen stammt.

Kunst im Entstehen wird vom 18. Juli bis 28. August auf dem Gartenschaugelände zu bestaunen sein. Im Rahmen des Bildhauersymposiums "Vier Bildhauer, vier Länder" arbeiten Ralph Nieling, Istvan Vanyur, Yohan Le Peuch und Jean Rollin an Natursteinblöcken. Jetzt schon ist ein Einblick in das Werk der Künstler möglich: Im Steinhauermuseum in Mühlbach gibt es bis 31. Oktober eine Begleitausstellung zum Symposium.

 
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