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Freie Fahrt auf dem Neckartalradweg zwischen Lauffen und Kirchheim

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Der Neckartalradweg zwischen Lauffen und Kirchheim ist wieder durchgängig befahrbar. In rund sechs Monaten wurde der Abschnitt verbreitet und ausgebaut.

Von Harald Schmidt
Vertreter beider beteiligter Kommunen sowie (vorne von links) Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger, Uwe Seibold und Staatssekretärin Elke Zimmer freuen sich über den Ausbau der Radstrecke.
Vertreter beider beteiligter Kommunen sowie (vorne von links) Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger, Uwe Seibold und Staatssekretärin Elke Zimmer freuen sich über den Ausbau der Radstrecke.  Foto: Schmidt, Harald

Ab sofort kann der Neckartalradweg zwischen Lauffen und Kirchheim wieder durchgängig befahren werden. Am späten Freitagnachmittag konnten Staatssekretärin Elke Zimmer vom Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg, Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger aus Lauffen sowie sein Kirchheimer Amtskollege Uwe Seibold den rund 3,2 Kilometer langen Bauabschnitt entlang des Neckars für alle Radfahrer freigeben.

In einer nur sechsmonatigen Bauzeit wurden innerhalb zweier Teilbereiche mit einer Umbaulänge von rund 2,4 Kilometern die Oberflächen zwischen der Otto-Konz-Straße bis rund 500 Meter hinter die Gemarkungsgrenze Kirchheim erneuert.


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Der zuvor unbefestigte Abschnitt entlang des sogenannten "Wäldchens" wurde auf 2,90 Meter verbreitert und voll ausgebaut. Zusätzlich musste in diesem Bereich aufgrund der flussnahen Führung des Radweges ein Schutzgeländer angebracht werden.

Attraktivität und Wegbeschaffenheit seien beispielhaft

Elke Zimmer sprach zur Eröffnung von einem aus ihrer Sicht denkwürdigen Tag. Mit der am Nachmittag erfolgten Übergabe von zwei neuen Aufzugsanlagen beim Bahnhof und dem Radweg seien die Klimaschutzziele des Landes gleich bei zwei Projekten der Stadt zum Zuge gekommen. Mit einem Zitat aus Hölderlins "Der Zeitgeist" verwies sie auf die mit der Zeit einhergehenden Veränderungen und die daraus resultierenden Herausforderungen, die insbesondere der Klimaschutz mit sich bringe.

Mit Blick auf den Radweg sprach die Staatssekretärin von einem Filetstück, das hinsichtlich seiner Attraktivität und Wegbeschaffenheit den Vorstellungen und Qualitätskriterien des Radnetzes Baden-Württemberg vollumfänglich entspreche. "Hier haben wir unseren Zielzustand, so sollten alle 7000 Kilometer aussehen", meinte sie.

Bürgermeister Seibold, der die zwischen Neckar und Weinsteillagen verlaufende Strecke als schönsten Teilabschnitt des Neckartalradweges bezeichnete, hob die bei der Umsetzung wiederum gelungene Kooperation der beiden Kommunen hervor. Für Waldenberger ist der Ausbau des Neckartalradweges nach den bereits 2018 und 201 fertiggestellten Radwegen Richtung Heilbronn beziehungsweise Brackenheim ein weiterer Beleg für die strukturierte und systematische Planungen der kommunalen Verantwortungsträger, die ihren Anfang in dem 1999 aufgestellten Stadtentwicklungskonzept haben.

Finanzierung durch den Bund

Überrascht zeigte sich Waldenberger von der schnellen Umsetzung des 1,3 Millionen teuren Ausbaus. "Der Stadt haben sich schnell alle Türen geöffnet", sagte er. Eventuelle Probleme mit dem Naturschutz wurden durch eine Höherlegung des Weges im Bereich des "Wäldchens" umgangen. "Wir mussten keinerlei Eingriffe ins Ufergehölz vornehmen und haben darauf geachtet, dass diesem kein Härchen gekrümmt wird", erklärte er.

Als sogenannter Bundesstraßen begleitender Radweg wurde das Projekt in Auftragsverwaltung des Landes in ein Sonderprogramm des Bundes aufgenommen und finanziert, so dass der Stadt Lauffen lediglich Kosten in Höhe von 100.000 Euro entstanden. "Mit viel Fantasie war die Übernahme möglich, da der Radweg im Prinzip ja parallel zur B27 verläuft", sagte Dieter Maierhöfer.

Seinen Dank richtete der Leiter des zuständigen Baureferates Nord des Regierungspräsidiums Stuttgart an die Stadt Lauffen, namentlich an Stadtbauamtsleiter Helge Spieth, der sämtliche erforderlichen Maßnahmen rund um das Projekt verantwortlich koordinierte. Bei der abschließenden Jungfernfahrt konnten sich die Vertreter aus Verwaltung, Gemeinderat und vom Landratsamt persönlich ein Bild der gelungenen Umbaumaßnahmen machen.


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