Fernunterricht soll bei Lehrermangel helfen
Die Meinung unserer User ist gefragt. Diskutieren Sie mit: Was muss sich ändern, damit wieder mehr Lehrer zur Verfügung stehen?
Kinder brauchen die richtige Förderung, um im Unterricht voranzukommen. Sie müssen passgenau gefordert werden. Doch bei den Lehrern tut sich dem Anschein nach wenig. Mehr Lehrer ins System: Diese Forderung bleibt eine Konstante. Nur so kann es mit den Leistungen vorangehen. Dass die Not groß ist, hat Deutschland einmal mehr erfahren müssen.
Bei Pisa rutscht Deutschland bergab. Für viele ist das keine Überraschung, hatte es sich doch bereits bei anderen Bildungsuntersuchungen abgezeichnet. Bei der IQB-Bildungsstudie kam erst kürzlich heraus, dass der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die im Fach Deutsch die Mindeststandards verfehlen, deutlich angestiegen ist.
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Leistungen von Kindern: So sieht es in Baden-Württemberg aus
In Baden-Württemberg setzt sich die Entwicklung zwar ebenfalls fort, im Vergleich zu anderen Bundesländern aber abgeschwächter. Bildungsforscher führen den bundesweiten negativen Trend im Fach Deutsch unter anderem auf die pandemiebedingten Einschränkungen des Schulbetriebs zurück. Als eine weitere Ursache gilt, dass immer mehr Kinder mit Migrationshintergrund unterrichtet werden. Anders sieht es in Englisch aus. Hier hätten sich die Kompetenzen aller Jugendlichen verbessert. Experten führen das auf den gestiegenen Medienkonsum in der Freizeit zurück: Schüler hätten viel mehr Kontakt zu Englisch, sei es durch Filme oder Spiele, als zuvor.
Mehr Lehrer sind nötig - nun hat das Kultusministerium seine Strategie zur Digitalisierung vorgestellt. Darin geht es auch um den Fernunterricht. Möglich sein soll er unter anderem dann, wenn Lehrer fehlen. Hilft das den Kindern, wo liegen die Probleme beim Distanzunterricht?
Bildung auf den Punkt: Über die Lehrerversorgung wird diskutiert
Wie es um die Lehrerversorgung in der Region steht, dazu wollen wir mit unseren Lesern, den Lehrern und Eltern diskutieren. Wo ist die Lage ernst? Was muss sich ändern, damit es bei der Lehrerversorgung aufwärts geht und endlich mehr Pädagogen in die Schulen kommen? Darum geht es bei der Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Reihe "Bildung auf den Punkt": "So steht es um die Unterrichtsversorgung: Wo sind all die Lehrer hin?", heißt es am Donnerstag, 14. Dezember, ab 17 Uhr im Forum auf dem Bildungscampus Heilbronn. Hinter der Reihe stehen die Stimme und die Akademie für Innovative Bildung und Management.
Bleibt es beim Bemühen oder gewinnt das Land durch die Maßnahmen tatsächlich mehr Lehrer? Dazu steht Volker Schebesta Rede und Antwort, er ist Staatssekretär im Kultusministerium. Micha Pallesche von der Ernst-Reuter-Gemeinschaftsschule in Karlsruhe sagt, was Schulen tun, um erfolgreich zu sein. Anne Sliwka vom Institut für Bildungswissenschaft der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg bringt den internationalen Vergleich bei der Schul- und Schulsystementwicklung mit.
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