Bundesverdienstkreuz für Heilbronner IT-Unternehmer Andreas Fischer
Der IT-Unternehmer Andreas Fischer hat bei der Veranstaltung "Württemberger Köpfe" das Bundesverdienstkreuz erhalten. Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl würdigte den Ehrenvorsitzenden des Hilfsvereins Miteinander als Pionier.

Andreas Fischer hat Energie für zwei und Ideen genug für seine Firmen und für seine ehrenamtlichen Aktivitäten. Einer seiner Wegbegleiter sagt, Fischer denke digital und sei seiner Zeit immer voraus. Thomas Strobl spricht von dem Heilbronner Unternehmer mit Büro in Flein als einem "Pionier der IT-Branche, der seit Jahrzehnten erfolgreich am Markt ist". Immer wieder bilde Fischer junge Leute aus, die als lernschwach und schwer vermittelbar gelten.
Er eröffnet Perspektiven, will die Welt ein kleines bisschen besser machen.
Er ist Initiator und Ehrenvorsitzender des Hilfsvereins Miteinander und der Württemberger Gesellschaft, deren Leitspruch "Age, quod agis", also "Was du tust, das mache richtig" lautet. Er ist parteilos, sagt von sich aber, dass er ein Demokrat sei: "durch und durch". Nach einem persönlichen Schicksalsschlag in den 90er-Jahren habe er "aus einem erfolgreichen ein sinnvolles Leben gemacht".
Miteinander geht's einfach besser
Beim Kulturpalazzo sammelt der Verein Miteinander Geld. Er lädt Kinder zum Tennis-Neckarcup ein, bezahlt Trainingsanzüge oder den Mitgliedsbeitrag in einem Verein. Die Ideen dafür stammen meistens von Andreas Fischer: "Meine schönste Idee aber ist der Zirkuspalast", sagt der 53-Jährige. Es ist die größte kostenlose Kinderzirkusshow Deutschlands.
Miteinander engagiert sich für sozial benachteiligte, behinderte und in Not geratene Kinder und für zahllose soziale Projekte. Schirmherr der Sondervorstellungen des Heilbronner Weihnachtszirkusses mit über 2500 Kindern zu Beginn eines neuen Jahres ist Günther Oettinger. "Der ist jedes Mal dabei", sagt Andreas Fischer. "Das habe ich ihm immer hoch angerechnet."
Von einem, der Samen legt
Geboren in Heilbronn, aufgewachsen in Luxemburg, Nürnberg und Frankfurt, ist Andreas Fischer ein Netzwerker par excellence. Er bringt Menschen zusammen - und wie ein moderner Robin Hood verteilt er das eingesammelte Geld da, wo es gebraucht wird. Der Mann ist groß und nicht zu übersehen. Doch wo es gehe, sagt er, nehme er sich zurück und lasse andere strahlen. Wäre es nach ihm gegangen, hätte er das Bundesverdienstkreuz einfach in Stuttgart abgeholt.
Sein Lieblingsbuch stammt von Jean Giono, und heißt "Der Mann der Bäume pflanzte". Er verschenkt es oft. Mindestens 50 Mal hat er es gelesen.
Die Geschichte handelt von einem Schäfer, der in einem öden Landstrich im Süden Frankreichs unbeirrt einen Samen nach dem anderen in die Erde legt, bis ein widerstandsfähiger Eichenwald entstanden ist - und es einer ganzen Region dadurch besser geht: "Daran sieht man, was ein Einzelner schaffen kann, wenn er erst einmal losläuft", sagt Andreas Fischer und verspricht, dass "das erst der Anfang ist". Ideen für die Weiterentwicklung von Miteinander hat er schon jede Menge.
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