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Heilbronner Familiengericht weiht neues Domizil ein

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Ab kommender Woche finden Verhandlungen in modernen Räumen im Heilbronner Behördenzentrum statt. Sechs neue Gerichtssäle und Zusatzräume sind in der ehemaligen Kantine entstanden, 5,15 Millionen Euro wurden investiert.

von Carsten Friese
Schlüsselübergabe: Frank Berkenhoff (re.), Leiter des Heilbronner Amts für Vermögen und Bau, und Amtsgerichtspräsident Till Jakob in einem der Säle. Foto: Ralf Seidel
Schlüsselübergabe: Frank Berkenhoff (re.), Leiter des Heilbronner Amts für Vermögen und Bau, und Amtsgerichtspräsident Till Jakob in einem der Säle. Foto: Ralf Seidel  Foto: Seidel, Ralf

Für Amtsgerichtspräsident Till Jakob ist es "ein Meilenstein". Nach zweieinhalb Jahren Umbauzeit sind die neuen, modernen Räume des Familiengerichts im Behördenzentrum Rollwagstraße 16 fertig.

In sechs neuen Gerichtssälen können ab kommender Woche Verhandlungen stattfinden, mit moderner Technik, barrierefrei zugänglich, mit ausgeklügelter Be- und Entlüftung und in einem freundlichen Ambiente.

Mit Kühldecken Räume gut temperieren

Die alten Räume im Haus Rollwagstraße 10 seien "kaum mehr zumutbar gewesen", betonte Jakob. Enge Räume, kein Wartebereich, keine Trennung von öffentlichen Sälen und Richterbüros. Das ist jetzt anders.


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Großzügig wirkt das Raumensemble, das auf Flächen der ehemaligen Kantine im Behördenzentrum entstand. Auch Innenräume ohne direkte Außenfenster haben durch Milchglasfronten Lichteinfall. Eichenparkett mit Industrieversiegelung sowie gelochte Eichenholzwandverkleidungen sorgen fast für wohnliche Atmosphäre. Kompakte Tischkombinationen in Weiß und Anthrazit haben IT-Anschlüsse, Richter haben Telefon- und Zeugenrufanlage.

Und Kühldecken mit Aluminiumprofilen sorgen nach Angaben von Architekt Matthias Müller dafür, dass die Räume ähnlich dem Prinzip einer Fußbodenheizung angenehm kühlbar sind.

Im Zeit- und Kostenplan geblieben

Frank Berkenhoff, Leiter des Amts für Vermögen und Bau in Heilbronn, hat mit seinen Mitarbeitern das Bauprojekt umgesetzt. Er verwies darauf, dass man im Finanz- und Zeitplan geblieben sei. 5,15 Millionen Euro kostete der Komplettumbau. Einige Elemente, wie die Stahlkonstruktion im Deckenbereich, wurden in das neue Ensemble integriert.

Berkenhoff übergab dem Gerichtschef nun symbolisch den großen Schlüssel für die neuen Räume. Besprechungsräume für Richter, ein Kinderzimmer mit Mal- und Spielsachen sowie Toiletten, auch für Behinderte, gehören zum Paket dazu.

Zwei Säle sind mit Podest für einen erhöhten Richterplatz ausgestattet. Hier sollen auch Straf- und Zivilprozesse von Land- und Amtsgericht stattfinden können, um die dortige Raumnot zu lindern. Für die zehn Richterinnen und Richter des Familiengerichts ist es in jedem Fall eine Verbesserung auf 660 Quadratmeter Fläche. Immerhin ist das Heilbronner Familiengericht das zweitgrößte in Baden-Württemberg.

Innensanierung des Amtsgerichts ist das nächste Millionenprojekt

Gerichtspräsident Till Jakob dankte dem Amt für Vermögen und Bau und dem Architekten für die gute Zusammenarbeit. Frank Berkenhoff kündigte unterdessen an, dass in dem Areal weitere Bauprojekte die Justiz stärken sollen. Als nächster Schritt sei die Innensanierung des Amtsgerichts geplant. 18 Millionen Euro sollen hier im Staatshaushalt 2022 eingeplant werden. Er sei zuversichtlich, dass man auch für das Landgericht Lösungen finden werde, um Raumprobleme zu beheben.

 

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