Die wichtigsten Antworten zur Coronavirus-Mutation im Überblick

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Die erste Infektion mit der Britischen Mutation des Coronavirus wurde in der Region nachgewiesen. Trotz sinkender Fallzahlen ist das Grund zur Sorge, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes im Heilbronner Landratsamt. Er rechnet mit weiteren Infektionen.

Ein Mitarbeiter arbeitet in einem Labor in der Corona-Forschung: Mutationen des Virus machen Wissenschaftlern Sorge. Foto: dpa
Ein Mitarbeiter arbeitet in einem Labor in der Corona-Forschung: Mutationen des Virus machen Wissenschaftlern Sorge. Foto: dpa  Foto: Frank Rumpenhorst

Die erste Infektion mit der neuen Mutation des Coronavirus wurde in der Region nachgewiesen. Trotz sinkender Fallzahlen ist das Grund zur Sorge, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes im Heilbronner Landratsamt, Dr. Thomas Schell. Die wichtigsten Fakten dazu im Überblick.

Wann wurde die Infektion nachgewiesen und welche Maßnahmen wurden ergriffen?

Bei einem Reiserückkehrer aus England ist am Donnerstag erstmals im Landkreis Heilbronn die hoch ansteckende Mutation B.1.1.7 nachgewiesen worden. Der Patient befand sich laut Gesundheitsamt seit seiner Rückkehr in Quarantäne. Proben von Kontaktpersonen wurden umgehend an das Landesgesundheitsamt in Stuttgart weitergeleitet. Die Betroffenen sind ebenfalls in Quarantäne. Somit gehe von ihnen keine Gefahr aus, erklärt Schell.


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Gibt es weitere Fälle?

"Ich gehe davon aus, dass es weitere Fälle geben wird", sagt Gesundheitsamtschef Schell. Er erwarte, dass es bereits Infektionen gibt, die nicht sequenziert, also nicht nachgewiesen sind. Im Land Baden-Württemberg sind bislang bei neun Infizierten Mutationen belegt. Jede davon stehe im Zusammenhang mit einer Reise aus Großbritannien oder Südafrika.

 

Können Kontakte nachverfolgt werden?

Noch immer unterstützen 20 Bundeswehrsoldaten die Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes bei der Nachverfolgung der Kontakte. Da die Experten davon ausgehen, dass die Fälle aufgrund der Mutationen wieder ansteigen, werden die Kapazitäten auch nicht abgebaut, betont Schell. Nicht immer sei der Ursprung der Infektion bekannt, Kontakte werden aber verfolgt.

 

Was können die Menschen tun, um sich zu schützen?

Sich unbedingt an die Regeln halten: "Alle müssen mithelfen", so Schell. Deshalb seien die Maßnahmen von Bund und Land richtig. Seine größte Sorge sei, dass die Menschen angesichts sinkender Zahlen jetzt nachlässig werden. "Wir müssen achtsam bleiben", lautet der Appell des Experten.

 

Was hat es mit der Mutation auf sich?

Britische Behörden berichteten im Dezember erstmals von der Variante B.1.1.7, die nach Einschätzung von Wissenschaftlern noch leichter von Mensch zu Mensch übertragbar ist als die bekannte Form.

 

Ist die Mutante viel infektiöser?

Aufgrund erster Daten meldeten Forscher, dass mit der Britischen Mutation eine mögliche Steigerung der Übertragbarkeit von 50 bis 70 Prozent einhergeht. Der Virologe Christian Drosten meint, dass dieser Wert eher bei 35 Prozent liegt. Die Mutation wäre immer noch deutlich ansteckender.

 

Wirken die Impfungen trotzdem?

"Bisher gibt es bei begrenzter Datenlage keine Hinweise auf schwerere Krankheitsverläufe oder eine verringerte Wirksamkeit der Impfstoffe im Zusammenhang mit dieser neuen Variante", schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI). Es ist also derzeit davon auszugehen, dass die Impfungen auch gegen die bekannten Mutationen wirken.


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