Kletterarena 2023: Fast 100.000 Besucher beim DAV Heilbronn
Der DAV Heilbronn, größter Sportverein in der Region, hat in seiner Kletterarena einen Rekord zu verzeichnen. Jetzt soll der Sprung über eine besondere Besuchermarke gelingen.

Die Sektion Heilbronn im Deutschen Alpenverein (DAV) schwimmt hinsichtlich der Mitgliederzahlen und der Besucher in der Kletterarena auf einer Erfolgswelle. Zu Buche stehen für das letzte Jahr 18.762 Mitglieder. Das sind 2034 Kletterfreunde mehr als 2022.
Bei der Hauptversammlung am Mittwoch im Haus des Handwerks zeigte sich Claudius Waltz vor 56 Mitgliedern (0,3 Prozent) tief beeindruckt: "Deutschlandweit sind wir überdurchschnittlich gewachsen."
Dabei untermauerte der Vorstandssprecher seine Worte mit Zahlen: 2022 erzielte die Sektion ein Mitgliederplus von 4,95 Prozent, in Deutschland legten im Schnitt die Sektionen um 3,48 Prozent zu. 2023 stiegen die Heilbronner Zahlen um 6,43 Prozent, republikweit um 4,79 Prozent. Seine Freude drückte Waltz zurückhaltend aus: "Es läuft ganz gut."
DAV Heilbronn: Außenanlagen rund um Kletterarena werden gerichtet
Freuen können sich die Kletterfreunde auf die Gestaltung der Außenanlagen rund um die Kletterarena an der Lichtenbergerstraße. Nach den Worten von Waltz sollen im Laufe des Jahres der Hügel zwischen Kletterturm und Arena abgetragen, eine kleine Tribüne aufgebaut und ein Spiel- und Grillplatz angelegt werden. Die Kosten sind auf etwa 40.000 Euro veranschlagt.
Geplant ist zudem, auf dem Dach der Boulderhalle eine Photovoltaikanlage mit 51 Kilowatt-Peak sowie einen Stromspeicher mit 23,4 Kilowattstunden zu installieren. Die Sektion rechnet hier mit finanziellen Aufwendungen in Höhe von 85.000 Euro. "In sieben Jahren wird sich diese Investition amortisieren", rechnete Claudius Waltz vor.
100.000 Besucher sind das Ziel für Kletterarena
Von einem "Rekordbesuch in der Kletterarena" sprach Geschäftsführer Thomas Pfäffle und sagte: "93.664 Kletterfreunde besuchten 2023 unsere Anlagen." Die bisherige Bestmarke war 2019 mit 87.543 Besuchern erreicht worden. Allerdings sagte Pfäffle auch: "Das sind nicht die Besucherzahlen, die wir brauchen, um wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Der Sprung über die 100.00er-Hürde muss unser Ziel sein."
Dass die Sektion einen guten Ruf in der Region Heilbronn-Franken hat, zeigte Pfäffle anhand des Engagements der Bezirksgruppen Schwäbisch Hall, Eppingen, Öhringen, Mosbach und Künzelsau auf: "In unserem Mehrgenerationenverein wird das Ehrenamt seit Jahrzehnten groß geschrieben."
Unerwartete Turbulenzen bei den Wahlen beim DAV Heilbronn
Zu leichten Irritationen kam es beim Tagesordnungspunkt Wahl der Kassenprüfer. Vorgesehen waren für dieses Amt Ehrenmitglied Bernd Bührer und Klaus Koppenhöfer. Unerwartet meldete Benjamin Nothdurft seine Kandidatur an. Es wurde diskutiert und beratschlagt, bis folgende Lösung gefunden war: Bührer und Nothdurft werden Kassenprüfer, Koppenhöfer ergänzt als Beisitzer dieses Duo.
Erfreulich entwickelt haben sich die Übernachtungszahlen auf der Heilbronner Hütte: 4597 Personen haben 2023 in der Hütte auf 2320 Metern Höhe übernachtet. Das ist das beste Ergebnis seit 2019. Als Wunschziel gab Finanzvorstand Günter Geiger aus: "Wir wollen auch aus finanziellen Überlegungen wieder über 5000 Übernachtungen in der Saison kommen."
Mitgliedsbeiträge werden 2025 beim DAV Heilbronn erhöht
Gewählt hat Günter Geiger den letzten Satz ganz bewusst, denn das Jahr 2023 schloss die DAV-Sektion mit einem Verlust von 29.000 Euro ab: "Die Kosten steigen auf allen Ebenen. Wir brauchen wieder positive Ergebnisse für die künftigen Investitionen." An den DAV-Hauptverein musste die Sektion im letzten Jahr 444.000 Euro abführen, an Personalkosten fielen 266.000 Euro an und die Verwaltungskosten lagen bei 82.000 Euro. Für die Haushaltsjahre 2024 und 2025 kalkuliert Geiger mit Verlusten von 8000 beziehungsweise 7000 Euro.
Bei einer Gegenstimme und fünf Enthaltungen beschlossen die Mitglieder, ab 2025 die Beiträge in Summe um etwa zehn Prozent zu erhöhen. Das Vollmitglied bezahlt künftig 91 Euro, die anderen einschließlich der Rentner führen 37 Euro ab. Familien müssen 128 Euro entrichten.
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