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Der Stadt Neckarsulm liegen Details zum B27-Ausbau vor

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Der Bund will die B27 bei Neckarsulm auf vier Spuren erweitern. Die aktuellen Überlegungen bleiben aber bis Mitte März unter Verschluss.

Unklar ist, ob mit dem Ausbau der B27 die beiden Tankstellen erhalten bleiben. Foto: Archiv/Seidel
Unklar ist, ob mit dem Ausbau der B27 die beiden Tankstellen erhalten bleiben. Foto: Archiv/Seidel  Foto: Seidel

Noch bis Mitte März müssen sich Neckarsulmer und Pendler gedulden: Erst in der dann anberaumten Gemeinderatssitzung stellen Vertreter des Regierungspräsidiums Stuttgart (RP) Pläne vor, wie der Bund die B27 zwischen der A6-Anschlussstelle Heilbronn und der Abzweigung von und nach Neuenstadt (Amorbachknoten) auf vier Spuren ausbauen könnte. Das RP hat die Pläne bislang nur der Neckarsulmer Rathausspitze präsentiert, kommende Woche, so ist zu hören, sollen Stadträte diese Informationen bekommen.

Das RP will sich auf Anfrage nicht dazu äußern. Zwischen der Stadt und dem RP sei vereinbart worden, dass die Studie am Donnerstag, 16. März, im Gemeinderat vorgestellt werde, sagt eine RP-Sprecherin. Im Anschluss daran starte eine Onlinebeteiligung. "Die Planung befindet sich noch in einer sehr frühen Phase." Die Machbarkeitsstudie diene dazu, die Varianten für die Vorplanung auszuwählen. "Diese kann nun beginnen." Erst mit Abschluss der Vorplanung werde eine Vorzugsvariante ausgewählt. Der Zeitplan bis zur Variantenentscheidung soll in der Gemeinderatssitzung vorgestellt werden.


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Je nach Variante befürchten manche ein Verkehrschaos in der Stadt

Da es keine Vorzugsvariante gibt, können zum jetzigen Zeitpunkt manche Fragen nicht beantwortet werden. Unklar ist, wie viele Gebäude für den Ausbau abgerissen werden könnten und ob die Tankstellen erhalten bleiben. Außerdem wollen viele wissen, ob die B27-Abfahrt direkt ins Zentrum sowie die Auffahrt aus dem Zentrum in Richtung Bad Friedrichshall erhalten bleibt. Sollten diese Anschlussstellen entfallen, befürchten viele ein Verkehrschaos in der Stadt. Dann besäße Neckarsulm nur noch die B27-Abfahrten Nord und Süd.

Das ist die Einschätzung des Oberbürgermeisters

Auf Anfrage hält sich auch Oberbürgermeister Steffen Hertwig bedeckt. Unter den untersuchten Varianten befänden sich Vorschläge, "die aus Sicht der Stadt Neckarsulm inakzeptabel sind". Er ergänzt: "Es gibt aber auch interessante Überlegungen, die näher betrachtet werden sollten." Er begrüßt es, dass die Machbarkeitsstudie auf dem Tisch liege "und wir in die öffentliche Diskussion einsteigen können". Ziel sei es, bei diesem wichtigen Thema "die bestmögliche Lösung für die Stadt zu erreichen". Hertwig ergänzt: "Ich als Oberbürgermeister und der Gemeinderat werden keine Pläne akzeptieren, die zu stark in die Struktur der Stadt eingreifen."

 


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So ist die Haltung im Gemeinderat

Der Bund entscheidet über den Ausbau. Das Projekt ist in Neckarsulm aber sehr umstritten, auch im Gemeinderat. Es gibt Stimmen, die den vierspurigen Ausbau komplett ablehnen. Andere Stadträte machen ihre Zustimmung davon abhängig, wie sehr der Ausbau in die Neckarsulmer Bebauung eingreifen würde. Der B27-Ausbau war auch diese Woche Thema in den Haushaltsreden. Eberhard Jochim (CDU) machte klar: Für ihn komme nur eine Tunnellösung infrage.

Einzig Gerald Friebe (FDP) betonte klar: "Wenn wir am vierspurigen Ausbau der B27 nicht konstruktiv und zum Besten unserer Bürger mitwirken, werden wir ein Verkehrsdesaster erleben." Die B27 sei eine "der wichtigsten Grundvoraussetzungen für erfolgreiche Wirtschaftsstandorte". Klar betonte er: "Neckarsulm war früher der Motor für die Region und schillerndes Beispiel für jede Kommune in unserem Umfeld." Diese Nachbarkommunen hätten das Neckarsulm der Vergangenheit inzwischen richtigerweise kopiert. "Wir sind inzwischen der besserwisserische Bremsklotz und eine Gefahr für die Entwicklung unserer ganzen Region."

 


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