Meinung: Das Verhalten von Müllsündern ist inakzeptabel

  
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Sich nur über die großen Müllmengen im Wald aufzuregen, reicht nicht, meint unsere Autorin. Jeder trägt Verantwortung.

Die Wälder haben ohne die von Menschen hinterlassenen Abfälle schon genug Stress. Trockenheit, Stürme und Schädlinge wie der Borkenkäfer setzen ihnen zu. Aus dem aktuellen Waldzustandsbericht geht hervor, dass der Anteil der Bäume mit intakten Kronen lediglich 21 Prozent beträgt. Dies ist der schlechteste Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984. Die großen Müllablagerungen in der Natur verschärfen die Lage. Sie werden zunehmend zum Problem. Das Verhalten der Täter, die Sondermüll, kaputte Badfliesen oder zertrümmerte Mauern und Steine in die Landschaft kippen, ist inakzeptabel. Ihnen kommt man nur auf die Schliche, wenn Jäger oder aufmerksame Zeugen ihre Beobachtungen der Polizei melden.


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Entlegene Plätze, die mit Fahrzeugen gut erreichbar sind, dienen einigen Menschen wie auf diesem Themenfoto als Abladestelle.
Foto: dpa
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Der Wald verkommt zur Müllkippe


Die Empörung über ein derartiges Vorgehen sollte nicht den Blick auf das eigene Verhalten verstellen. Seit Beginn der Pandemie hat sich die Zahl der Menschen, die raus wollen und in den Wäldern Erholung suchen, nach Einschätzung von Forstleuten verdoppelt und verdreifacht. Gebrauchte Masken verschmutzen Parkplätze und säumen die Wege. An Grillstellen unter Bäumen liegen Getränkedosen. All das sind keine Kavaliersdelikte. Selbst ein Papiertaschentuch braucht Monate, bis es unter den Büschen verrottet ist. Jeder muss sich der Verantwortung für eines der wichtigsten Ökosysteme stellen.

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