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Neckarsulm

Schulen, Ballei und mehr: Was 2024 an Baumaßnahmen in Neckarsulm geplant ist

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Sanierungen von Schulen und des Sport- und Festzentrums, der Bau einer Bahnunterführung und vieles mehr stehen im Plan. Die Stadt will fast 35 Millionen Euro investieren.

In die Heizzentrale des Biomasse-Kraftwerks wird kräftig investiert. Neben einem neuen Thermoölerhitzer soll das Wärmenetz deutlich ausgeweitet werden. Hier im Bild zeigt Eugen Maier die zum Teil schon 20 Jahre alte Technik.
Foto: Mario Berger
In die Heizzentrale des Biomasse-Kraftwerks wird kräftig investiert. Neben einem neuen Thermoölerhitzer soll das Wärmenetz deutlich ausgeweitet werden. Hier im Bild zeigt Eugen Maier die zum Teil schon 20 Jahre alte Technik. Foto: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Mit einer Gesamtsumme von 34,6 Millionen Euro machen die Baumaßnahmen den größten Teil der Investitionen für 2024 in Neckarsulm aus. Das sind in Summe allerdings zehn Millionen Euro weniger als in 2023 geplant.

Schulen Den größten Posten belegen weiterhin die Schulen: Für die Generalsanierung der Hermann-Greiner-Realschule sind über zehn Millionen Euro eingeplant. Der Neubau der Franz-Binder-Verbundschule, die im Juli 2024 eingeweiht werden soll, steht mit 7,3 Millionen Euro im Plan. Für die neue Kita Hägelich, die bis 2026 voraussichtlich neun Millionen Euro kosten wird, entsteht 2024 ein Spielplatz für 920.000 Euro.

Der Pausenhof der neu gebauten Franz-Binder-Verbundschule ist schon fertig. Die Einweihung ist für Juli 2024 geplant.
Der Pausenhof der neu gebauten Franz-Binder-Verbundschule ist schon fertig. Die Einweihung ist für Juli 2024 geplant.  Foto: Frank Wittmer

Sanierungen Von der Generalsanierung des Sport- und Festzentrums Ballei, die insgesamt nach einer Schätzung rund 13,7 Millionen Euro kosten wird, sind 2024 drei Millionen eingeplant. Nach dem Haushaltsdesaster des Bundes fraglich sind die Zuschüsse zur energetischen Sanierung, auf die man in Neckarsulm hofft. 1,66 Millionen Euro stehen für den Umbau des ehemaligen Hotels Lamm in acht Wohnungen zur Unterbringung von Geflüchteten zur Verfügung.

Infrastruktur Auf dem ehemaligen Festplatz in der Nähe der Sulm soll für 1,4 Millionen Euro ein Parkplatz, eine Freilufthalle und andere Sportanlagen entstehen. Für die insgesamt mit Zuschüssen für private Zuleitungen neun Millionen Euro teure Kanalsanierung in der Rötelstraße sind im neuen Jahr 200 000 Euro eingeplant. Für den Zubringer zum Landesradschnellweg durch die Binswanger Straße stehen 300 000 Euro zur Verfügung.

Verkehr Damit die Radler auch wirklich zum Radschnellweg kommen, muss am ehemaligen Bahnübergang Neckarstraße eine Unterführung gebaut werden. Die Arbeiten dafür sollen 2024 beginnen. Der Bau der Unterführung wird mittlerweile auf 12,2 Millionen Euro geschätzt, der zusätzliche städtische Anteil für die Zuwege, die Gestaltung des Umfelds am Karlsplatz und die Beleuchtung auf 2,7 Millionen Euro. Im Haushalt sind dafür zunächst 220 000 Euro eingestellt.

Mobilität Für die Barrierefreiheit an den Bushaltestellen werden 1,3 Millionen Euro investiert. 750 000 von insgesamt 1,15 Millionen Euro Anteil werden für das Autobahn-Brückenbauwerk finanziert. Zwischen Bechtle-Platz und Trendpark wurde wurde die Südtangente auf einer Länge von 200 Metern bereits vierstreifig ausgebaut.

Friedhöfe In Obereisesheim und auf dem alten Friedhof in der Steinachstraße werden unter anderem die Wege instand gesetzt. Die Stadt investiert dafür über eine halbe Million Euro. Für die Erweiterung des Stadtparkes nach Abschluss des Projekts "Wohnen im Park" Richtung Norden stehen 400 000 Euro zur Verfügung.

Stadtwerke Der kommunalen Wärmeplanung kommt eine besondere Bedeutung zu. Bis 2040 soll die Wärmeversorgung möglichst klimaneutral aufgestellt werden. Rund 100 Millionen Euro wären für die Ausweitung des Wärmenetzes nötig. Als ersten, wichtigen Schritt wird der Wärmetauscher im Biomasse-Kraftwerk erneuert. Das kostet 2,4 Millionen Euro.

Schulden Der städtische Haushalt ist schon seit Jahren schuldenfrei. Mittelfristig werden Kreditaufnahmen aber nicht zu vermeiden sein, warnt die Kämmerei, da viele Investitionen wie die Sanierung des Ernst-Freyer-Bads in Obereisesheim noch ausstehen. Bei den Stadtwerken wird der Schuldenstand von 13,6 auf fast 22 Millionen Euro im Jahr 2024 anwachsen. Die Abwasserzweckverbände stehen mit rund 16 Millionen Euro in der Kreide.

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