2023 wird das Jahr der Entscheidung in vielen Rathäusern
In zehn Kommunen in der Region Heilbronn steht 2023 eine Bürgermeisterwahl an. Die Kandidaten bringen sich in Position.
In zehn Kommunen im Landkreis Heilbronn sind die Bürger im kommenden Jahr aufgerufen, an die Wahlurne zu treten. Teilweise haben die Amtsinhaber schon verkündet, dass sie wieder antreten werden, teilweise hören Bürgermeister aber auch auf.
Nach 16 Jahren strebt Fleins Gemeindechef Alexander Krüger (54), der auch im Heilbronner Kreistag sitzt, eine dritte Amtsperiode in der rund 7200 Einwohner großen Kommune an. Die Wahl findet am Sonntag, 25. Juni, statt. Sollte ein zweiter Wahlgang nötig sein, so ist dieser auf 16. Juli terminiert.
Am Sonntag, 23. April, wird in Oberstenfeld gewählt. Bürgermeister Markus Kleemann hatte früh signalisiert, dass er sich für eine zweite Amtszeit in der 6000 Einwohner zählenden Gemeinde zur Wahl stellen will. Der 38-jährige Verwaltungsfachmann hatte im Mai 2015 im zweiten Wahlgang 50,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können. Kleemann sitzt seit 2019 auch im Kreistag Ludwigsburg. Sollte im ersten Wahlgang kein Kandidat die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen erzielen, sind die Bürger zu einem erneuten Urnengang am 7. Mai aufgerufen.
In Lauffen steht eine Zeitenwende an
Eine Zeitenwende kündigt sich indes in Lauffen an: Am Sonntag, 7. Mai, steht Amtsinhaber Klaus-Peter Waldenberger nach 24 Jahren als Verwaltungschef nicht mehr zur Wahl. Seit 1999 ist er Bürgermeister in Lauffen und wurde in der Vergangenheit zwei Mal mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt. Zuletzt trat Waldenberger 2015 mit 95,7 Prozent der Stimmen ohne Gegenkandidat seine dritte Amtszeit an. Vor seiner Lauffener Zeit war er acht Jahre Bürgermeister in Kirchheim - dort stehen 2023 ebenfalls Neuwahlen an. Bürgermeister Uwe Seibold will sich für das Amt bei der Wahl im September erneut aufstellen lassen, gab er vor Kurzem bekannt. Es wäre seine vierte Amtszeit. Bei der Wahl 2015 bestätigten ihn die Kirchheimer mit 93,3 Prozent der Stimmen im Amt.
In Neudenau hört Manfred Hebeiß nach 24 Jahren als Bürgermeister auf. Am 5. März sind die Wähler dazu aufgerufen, einen Nachfolger zu bestimmen. Hauptamtsleiter Jochen Hoffer und Bauamtsleiter Christoph Hamberger haben bislang ihre Kandidatur angekündigt. Spannend wird es in Gundelsheim, wo Amtsinhaberin Heike Schokatz eine dritte Amtszeit anstrebt. Ein Selbstläufer wird es nicht: Sie ist in Teilen des Gemeinderats umstritten. Bei der Wahl vor acht Jahren gewann sie mit hauchdünnem Vorsprung. Wie es im Rathaus weitergeht, bestimmen Wählerinnen und Wähler am 23. April.
Mitte des Jahres hofft in Bad Friedrichshall Timo Frey, dass ihm die Wähler für eine zweite Amtszeit den Auftrag geben. Voraussichtlich Ende des Jahres werden die Oedheimer dazu aufgerufen, über den Bürgermeister zu entscheiden. Amtsinhaber Matthias Schmitt hat bereits angekündigt, dass er für eine zweite Amtszeit zur Verfügung steht. Weil Timo Frey vor seiner Zeit in Bad Friedrichshall Bürgermeister in Eberstadt war, wird auch dort nach acht Jahren wieder gewählt. Frey-Nachfolger Stephan Franczak hat signalisiert, dass er darüber nachdenkt, erneut zu kandidieren.
In Ellhofen steht ungeplant auch eine Wahl an
Überraschenderweise sind auch die Ellhofener im Oktober 2023 zum Urnengang aufgerufen. Wolfgang Rapp hat vor ein paar Wochen bekannt gegeben, dass er seine dritte Amtszeit nicht voll ausschöpfen wird, sondern drei Jahre früher als geplant aufhört. Am 1. Januar 2024 ist für ihn Schluss. Der dann 60-Jährige will noch einmal etwas Neues wagen. Konkrete Entscheidungen, was seine berufliche Zukunft betrifft, hat der Bürgermeister noch nicht getroffen.
Die Heilbronner Stimme begleitet alle Bürgermeister-Wahlen mit einer umfangreichen Berichterstattung. Wenn es mehrere Kandidaten gibt, fühlen Redakteure den Bewerbern bei einem Stimme-Forum auf den Zahn.
In einigen Kommunen werden Juliäen gefeiert
Die Gemeinde Neckarwestheim feiert ihr 900-jähriges Bestehen mit einem bunten Festprogramm. Als Erinnerungsstück gibt es einen immerwährenden Kalender mit Ereignissen aus der Neckarwestheimer Geschichte. Ittlingen feiert 1250-jähriges Bestehen seiner Ersterwähnung. Vom 12. bis 14. Mai findet das zentrale Jubiläumswochenende statt. Die Gemeinde Massenbachhausen und der Schwaigerner Teilort Massenbach werden ebenfalls 1250 Jahre alt. Höhepunkt der Festivitäten in Massenbachhausen ist das Jubiläumswochenende vom 17. bis 19. Juni mit einem großen Festumzug. Unter dem Motto "Nordheim jubiliert" feiert die Gemeinde ihr 1200-jähriges Bestehen, das am 1. Januar mit einem Festgottesdienst eingeleitet wird. Es folgen Feste, Projekte, Ausstellungen und vieles mehr.
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