Heilbronn führt Einkommens-Ranking an – so schneiden Landkreis und Hohenlohekreis ab
Heilbronn führt bundesweit das Einkommens-Ranking an und profitiert von hohen Einkommen bei moderaten Lebenshaltungskosten. Wie der Landkreis Heilbronn, der Hohenlohekreis und weitere Nachbarkreise abschneiden.
Heilbronn ist laut einer aktuellen Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln die Stadt mit dem höchsten realen Einkommen in Deutschland. Entscheidend ist dabei nicht nur die Höhe der Einkommen, sondern auch die vergleichsweise moderaten Lebenshaltungskosten vor Ort.
Basis der Analyse sind Daten aus dem Jahr 2023. Demnach liegt das preisbereinigte Pro-Kopf-Einkommen in Heilbronn bei 39.424 Euro – deutlich vor Baden-Baden (33.956 Euro) und dem Landkreis Tuttlingen (31.601 Euro). Damit verdrängt Heilbronn den bisherigen bundesweiten Spitzenreiter Starnberg (Bayern) vom ersten Platz.
Reales Pro-Kopf-Einkommen: Starke Werte auch in Heilbronns Nachbarkreisen
Ergänzend zeigt die IW-Auswertung auch für die Region starke Werte: Im Hohenlohekreis liegt das preisbereinigte Pro-Kopf-Einkommen bei 30.314 Euro, im Landkreis Heilbronn bei 29.574 Euro. Auch Nachbarkreise wie der Rhein-Neckar-Kreis (30.674 Euro), der Enzkreis (30.602 Euro), der Landkreis Ludwigsburg (29.914 Euro), der Landkreis Schwäbisch Hall (29.710 Euro), der Rems-Murr-Kreis (29.321 Euro) sowie der Neckar-Odenwald-Kreis (29.069 Euro) liegen allesamt in der vorderen Hälfte aller Kreise in Deutschland.
Ausschlaggebend für das gute Abschneiden Heilbronns ist neben den hohen verfügbaren Einkommen ein besonderer Faktor: Im Stadtkreis spielen Gewinnentnahmen aus Gewerbebetrieben eine überdurchschnittlich große Rolle. Sie können laut IW teilweise bis zur Hälfte der Einkommen ausmachen und haben Heilbronn in den revidierten Daten des Statistischen Bundesamtes deutlich nach vorne gebracht. Allerdings profitieren davon nur vergleichsweise wenige Haushalte, so die Autoren der Studie.
Kaufkraft im Vergleich: Wie Einkommen und Lebenshaltungskosten zusammenwirken
Die Studie zeigt insgesamt, dass hohe Einkommen allein nicht entscheidend sind. Vor allem die regionalen Unterschiede bei den Lebenshaltungskosten – insbesondere bei Mieten – beeinflussen, wie viel Kaufkraft den Menschen tatsächlich bleibt. Ohne diesen Effekt wären die Preisunterschiede deutlich geringer.
Dass Heilbronn als einzige Großstadt in den Top Ten liegt und zugleich den Spitzenplatz erreicht, ist daher eine Besonderheit. Bundesweit führt Bayern das Ranking der realen Kaufkraft unter den Bundesländern mit 30.396 Euro an, Baden-Württemberg liegt mit 29.216 Euro auf Rang drei. (pen/dpa)
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