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Kokain und Waffen gefunden
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Polizei verhaftet gleich mehrere Drogendealer in der Region Heilbronn

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Die Heilbronner Kriminalpolizei vermeldet mehrere Ermittlungserfolge in der Drogenszene. Verschiedenen Tatverdächtigen wird ein schwunghafter und zum Teil bewaffneter Handel mit Kokain vorgeworfen.


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Der Januar war ein Monat, der einigen Drogendealern aus der Region Heilbronn in schlechter Erinnerung bleiben wird. In gleich mehreren Fällen klickten die Handschellen, teilen Polizei und Staatsanwaltschaften gemeinsam mit. Allerdings handelt es sich nicht um den „einen“, großen Ring an Dealern, der hochgenommen wurde, wie Heilbronns Polizeisprecher Frank Belz erklärt – sondern um unterschiedliche Fälle in ganz unterschiedlichen Verfahren.

Zwei Dealer in Heilbronn festgenommen – Polizei: Zeuge gab entscheidenden Hinweis

So wurden bereits vor zwei Wochen im Heilbronner Stadtgebiet zwei Dealer festgenommen, denen vorgeworfen wird, in größerem Stil und bewaffnet mit Kokain zu handeln. In der Wohnung eines 24-jährigen deutschen Staatsbürgers wurden demnach bei einer Durchsuchung „nicht geringen“ Mengen an Kokain sowie Marihuana aufgefunden. Ebenso beschlagnahmten die Ermittler entsprechende Dealer-Utensilien und eine Schreckschusswaffe.

Zuvor hatte laut Polizei ein Zeuge einen entscheidenden Hinweis gegeben. Der Tatverdächtige habe sich am Tag nach der Durchsuchung der Polizei gestellt und nach seiner vorläufigen Festnahme in Untersuchungshaft überstellt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte einen Haftbefehl beantragt, den das Amtsgericht in Vollzug setzte. 

Kokain-Fund in Heilbronner Wohnung: Haftbefehl gegen 31-Jährigen in Vollzug gesetzt

Ebenfalls am Montag, 20. Januar, nahmen Polizisten nach ausgiebigen Ermittlungen einen 31-jährigen, albanischen Staatsangehöriger in einer Wohnung in Heilbronn vorläufig fest. Auch in seinem Fall wurde „eine nicht geringe Menge Kokain“ aufgefunden. Außerdem stellten die Ermittler Bargeld und ein Einhandmesser sicher. Dasselbe Spiel: Das Amtsgericht setzte einen Haftbefehl gegen den Mann in Vollzug.

Vor allem mit Kokain sollen die Tatverdächtigen gehandelt haben. (Symbolbild)
Vor allem mit Kokain sollen die Tatverdächtigen gehandelt haben. (Symbolbild)  Foto: Christian Charisius/dpa

Polizei-Ermittlungen gegen rivalisierende Gruppen aus der Region Heilbronn

Bereits seit Monaten dauern Ermittlungen im Falle zweier rivalisierenden Gruppierungen aus Bad Friedrichshall und dem Zabergäu an. Auch in diesem Zusammenhang vermeldet die Polizei gleich drei Festnahmen im Januar. So wurde am Dienstag, 21. Januar, in einer Heilbronner Landkreisgemeinde ein 23 Jahre alter deutscher Staatsbürger festgenommen. Umfangreiche Auswertungen von Beweisen erhärteten laut Polizei den Tatverdacht gegen den Mann , dass er Kokain und Marihuana „in nicht geringer Menge“ von Beteiligten aus dem Zabergäu gekauft und später an seine eigenen Kunden weiterverkauft hatte. Der Mann sitzt zwischenzeitlich in Untersuchungshaft. Auch ein 31 Jahre alter Türke, wohnhaft in Ludwigsburg, wurde einen Tag später festgenommen und in Untersuchungshaft überstellt. Er steht  im Verdacht, mit Marihuana und Kokain im Kilogrammbereich gehandelt zu haben.

Gleichzeitig wurde nach Angaben der Polizei in einer Gemeinde im Zabergäu die Wohnung eines 25-jährigen, kosovarischen Staatsangehörigen durchsucht. Bereits zuvor war gegen ihn ein Haftbefehl erwirkt worden wegen Drogenhandels. Der Mann wurde nicht angetroffen, weshalb nach ihm gefahndet wurde. Es sei schnell bekannt geworden, wo er sich aufhalte – die Festnahme erfolgte am 27. Februar. Der Mann habe fliehen wollen, was ihm aber misslang.

Erkenntnisse der Ermittler: Kokainhandel sollte über Messengerdienst laufen

Ebenfalls am Mittwoch hatte die Heilbronner Polizei zusammen mit der Staatsanwaltschaft Mosbach einen Ermittlungserfolg gegen organisierten Drogenhandel vermeldet. Mehrere mutmaßliche Bandenmitglieder wurden ermittelt, denen ein reger Handel mit Betäubungsmitteln, insbesondere Kokain, vorgeworfen wird. Die Ermittlungen führten demnach über mehrere Wohnobjekte im Neckar-Odenwald-Kreis, im Rhein-Neckar-Kreis und Rems-Murr-Kreis auch in den Landkreis Heilbronn – mit den bereits geschilderten Fällen hängt dieser Komplex laut Polizeisprecher Frank Belz aber nicht zusammen.

Im Mosbacher Verfahren sei ein 25 Jahre alter deutscher Staatsbürger als Kopf der Bande identifiziert worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft von Mittwoch. Es seien sechs weitere Männer zwischen 21 und 25 Jahren als mutmaßliche Mitglieder ermittelt worden – fünf deutsche Staatsangehörige, ein Syrer. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Bande über einen Account beim Messengerdienst Snapchat einen Drogenhandel etablieren wollte. Der 25-jährige Hauptverdächtige aus Mosbach sei am Donnerstag von Spezialkräften festgenommen worden.

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