„Magenta Babsi“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter in Beilsteiner Puppen-Fall
Mit Ballonfiguren, einer Sexpuppe und einer toten Ratte haben Unbekannte mutmaßlich Beilsteins Bürgermeisterin Barbara Schoenfeld kritisieren wollen. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn ermittelt weiter wegen möglicher Beleidigung.
Die Staatsanwaltschaft Heilbronn ermittelt weiter im Fall der Puppenaktion gegen Beilsteins Bürgermeisterin Barbara Schoenfeld. Wie die Behörde auf Anfrage bestätigte, dauern die Ermittlungen wegen möglicher Beleidigung an.
In der Nacht zum 2. April waren an mehreren Orten im Stadtgebiet Figuren aufgetaucht, die offenbar auf die Bürgermeisterin abzielen. Neben Ballonfiguren wurde auch eine aufblasbare Sexpuppe verwendet. Auf Schildern standen unter anderem die Aufschriften „Meine Stadt, meine Burg, mein Thron, mein Anwalt“ sowie „Magenta Babsi“. Auf dem Schoß einer der Figuren lag eine tote Ratte. Die Darstellung zielte offenbar auf Beilsteins Bürgermeisterin Barbara Schoenfeld ab – darauf deuten unter anderem die Aufschriften sowie die rosafarbene Kleidung der Figuren hin, die an ihren Kleidungsstil erinnert.
Puppenaktion gegen Beilsteiner Bürgermeisterin sorgt für deutliche Kritik
Die Aktion sorgte in Beilstein für deutliche Kritik. Mehrere Gemeinderatsfraktionen distanzierten sich in sozialen Netzwerken und bezeichneten die Darstellung als geschmacklos oder als „menschliche Entgleisung“.
Die Polizei wurde durch einen Anruf auf die Figuren aufmerksam und leitete ein Ermittlungsverfahren nach Paragraf 188 Strafgesetzbuch ein. Dieser schützt Personen des öffentlichen Lebens vor Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung.

Beilsteiner Puppen-Fall: Staatsanwaltschaft gibt keine Details bekannt
Seit dem 10. April liegt das Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn. Diese übernahm die Ermittlungen wegen öffentlichen Interesses. Auf Anfrage bestätigte sie, dass „die Ermittlungen weiterhin laufen“ (Stand: 27. April). Weitere Details zu möglichen Tatverdächtigen oder zum Verlauf nannte die Behörde bislang nicht.
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