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Neckarsulm
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Noch viele Arbeiten bei der Bahnunterführung 

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Der Bahnübergang Neckarstraße wird durch einen Fuß- und Radweg ersetzt. Bahn und Stadt sind gemeinsam an dem 12 Millionen Euro teuren Mammutbauwerk beteiligt. Es gibt noch viel zu tun. 

Der Bau der Rampe zur neuen Bahnunterführung in Neckarsulm ist in vollem Gange.
Der Bau der Rampe zur neuen Bahnunterführung in Neckarsulm ist in vollem Gange.  Foto: Wittmer, Frank

Seit dem Jahr 2005 ist der Bahnübergang Neckarstraße gesperrt. Als Ersatz bauen die Deutsche Bahn und die Stadt Neckarsulm seit August 2024 eine „Eisenbahnbrücke mit Geh- und Radwegunterführung“. Das Mammutbauwerk für insgesamt zwölf Millionen Euro hat schon erste Höhepunkte erlebt: Im Frühjahr und Sommer 2025 wurden die 320 Tonnen schweren Endteile mit einem riesigen Kran eingesetzt. 

Es geht gut voran: „Die Arbeiten zum Neubau der Eisenbahnbrücke mit Geh- und Radwegunterführung als Ersatz für den stillgelegten Bahnübergang Neckarstraße liegen im Zeitplan“, heißt es in einer mit der Bahn abgestimmten Auskunft der Neckarsulmer Stadtverwaltung.

Bahnunterführung in Neckarsulm: Nun fehlen noch die Zuwege

Mit dem Einsetzen der beiden Rahmenbauwerke seien „die ersten wichtigen Meilensteine dieses Bauprojekts erfolgreich abgeschlossen“. Was noch aussteht ist die Zuwegung, um von der Stadt runter in die Unterführung zu kommen. Auf der Westseite Richtung Obereisesheim wurde der Anschluss der Rampe an die bestehende Personenunterführung der K 2000 bereits gebaut.

Um auf der Stadtseite zu der neuen Unterführung zu kommen, müssen eine Treppe und eine Rampe gebaut werden. Die Aushubarbeiten hierfür sind bereits abgeschlossen. Auch die Sohle der Rampe ist teilweise schon gebaut. Ebenfalls fertig ist ein Pumpenschacht, der zur Entwässerung des auf den Rampen anfallenden Regenwassers gebraucht wird.

Zum deutlich höher gelegenen Karlsplatz ist zur Absicherung eine Stützmauer gebaut worden. Die Bohrpfahlwand steht ebenfalls schon. Nun geht es mit den Feinarbeiten an den Wegen und Wänden weiter. Auch die Treppe wird demnächst fertig gestellt. 

Was noch fehlt, sind die Kabel für das Verbindungsgleis für den neuen Haltepunkt „Bad Friedrichshall Süd“. Dafür muss die Deutsche Bahn Telekommunikationskabel von der West- auf die Ostseite verlegen. Die umfangreichen Arbeiten zur Kabelumschaltung werden Ende Februar/Anfang März 2026 ausgeführt.

Arbeiten in Neckarsulm: Wird die Bahnstrecke wieder gesperrt?

Zum Abschluss der Arbeiten wird der Fahrdraht gewechselt. „Der Fahrdraht ist die stromführende Komponente der Oberleitungsanlage. Von diesem Draht erhalten elektrische Züge ihre Energie“, so die Erklärung dazu. Der Fahrdrahtwechsel erfolge im November 2026. Danach ist alles fertig, so dass die Fuß- und Radwegeunterführung wie geplant Ende dieses Jahres in Betrieb genommen werden kann. Ob und wann in diesem Jahr die Bahnstrecke gesperrt werden muss, darauf hat die Bahn bislang keine Antwort gegeben. 

Der Bau der Geh- und Radwegunterführung Neckarstraße ist Teil eines umfangreichen Maßnahmenpakets des Mobilitätspakts Heilbronn–Neckarsulm, welcher als Kooperationsformat im Jahr 2017 ins Leben gerufen wurde. Mit elf Akteuren aus Land, Kommunen, Unternehmen und Verkehrsgesellschaften sollen spürbare Verbesserungen der Verkehrsverhältnisse im Wirtschaftsraum – besonders für Pendler – hin zu einer vernetzten und nachhaltigen Mobilität in der Region Heilbronn–Neckarsulm gelingen. Das Paket enthält unterschiedliche Mobilitätsprojekte, die ihren Fokus neben der Straßeninfrastruktur im Wesentlichen auf dem Rad- und Fußverkehr, dem öffentlichen Personenverkehr sowie der Vernetzung untereinander haben.

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