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Zwei Bauvorhaben
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Areal am alten Gaswerk in Neuenstadt: Was auf dem Gelände geplant ist

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Auf dem Gelände des alten Gaswerks in Neuenstadt tut sich etwas. Der Gemeinderat hat einem ersten Bauvorhaben zugestimmt – ein weiteres steckt noch in der frühen Planungsphase.


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Während das alte Gaswerk in der Neckarsulmer Straße bereits abgerissen ist und weiterhin die Entsorgung des Bodens läuft, könnte sich in dem Areal bald noch mehr verändern.

Der Gemeinderat hat sich mit zwei Bauvorhaben beschäftigt – eines ist schon sehr konkret, das andere steht ganz am Anfang.

Abriss des alten Gaswerks in Neuenstadt schafft Platz für neue Wohnprojekte

In der Neckarsulmer Straße 33 soll ein Einfamilienhaus zu einem Achtfamilienhaus umgebaut werden. Zum Unterstellen von Autos ist ein Carport geplant, auch weitere Parkplätze sollen entstehen. Bauamtsleiterin Stefanie Miene bezeichnete das Vorhaben als „interessantes Bauprojekt“. Die Verwaltung sehe es als sehr gelungen an. 

Die Planung sehe vor, das bisherige Wohnhaus durch Umbau, Sanierung und Erweiterung in ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus umzugestalten. Im Erdgeschoss sind laut Sitzungsvorlage im straßenseitigen Gebäudeteil Abstellräume, ein Technik- sowie ein Abfallraum vorgesehen. Im rückwärtigen Bereich sollen barrierefreie Wohnungen entstehen, die Wohneinheiten in den oberen Geschossen sind unterschiedlich groß.

Bauvorhaben in Neuenstadt: aus Einfamilienhaus wird modernes Mehrfamilienhaus

Das Gebäude wird niedriger sein als der Neubau der Johannes-Diakonie Mosbach, die nebenan ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung plant. Da es für den Bereich keinen Bebauungsplan gibt, muss sich das Mehrfamilienhaus lediglich in die Umgebung einfügen, erläuterte Stefanie Miene.

Auch was die Stellplätze angeht, sei nichts auszusetzen – im Gegenteil. Nachgewiesen werden müsse ein Stellplatz pro Wohneinheit, entstehen sollen sogar 14 Stellplätze. Das Projekt sei also „begrüßenswert“. Das sah auch das Gremium so und stimmte geschlossen mit Ja. Nun entscheidet noch das Landratsamt Heilbronn über den Bauantrag. 

Auf Grundstück in der Schafgasse könnte auch Wohnraum entstehen

Ganz so weit ist die Eigentümerin eines dahinter liegenden Grundstücks in der Schafgasse 4 und 6 noch nicht. In einer Bauvoranfrage machte diese jedoch klar, dass sie die Fläche entwickeln möchte. Aufgrund des angrenzenden Recycling- und Bauhofs sei dies aber nicht so einfach, machte Stefanie Miene deutlich. Es habe auch in der Vergangenheit schon Überlegungen für eine Wohnbebauung gegeben, die nicht weiter verfolgt worden seien.

Nun gab es verschiedene Fragen zu klären. Zum Beispiel wollte die Eigentümerin wissen, ob eine Scheune auf ihrem Grundstück zu Wohnraum umgebaut werden dürfe und ob dies durch eine Nutzungsänderung oder einen Neubau erfolgen könne. Ebenso stellte sie die Frage an die Verwaltung, ob das bestehende Wohnhaus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden könne. All das sei aus Sicht der Stadt grundsätzlich möglich, erläuterte die Bauamtsleiterin. Sollte anstatt der Scheune ein Neubau entstehen, komme es aber auf die Größe an.

Stadt und Gemeinderat Neuenstadt sprechen sich gegen Pferdehaltung aus: Wohnnutzung bleibt weiterhin Thema 

Eine vierte Frage beantworteten jedoch sowohl die Verwaltung als auch der Gemeinderat mit Nein. Hierbei ging es um eine mögliche Pferdehaltung auf dem Grundstück. „Das ist nicht einfügbar und kritisch zu sehen“, sagte Stefanie Miene. Ansonsten sei es jedoch interessant, dass sich in diesem Quartier nun etwas tue.

Andreas Konrad sagte, dass auch das Landratsamt zu den Fragen noch Stellung nehmen werde, dann könnte ein Bauantrag folgen.       

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