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Fällt das Stadtfest weg? Neckarsulm will Festkalender reduzieren

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Neckarsulm will Veranstaltungen wie das Stadtfest streichen. Aus Kostengründen und um den Bauhof zu entlasten. In Kürze entscheidet der Gemeinderat. 


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Die Stadtverwaltung will bei einigen Festen und Veranstaltungen den Rotstift ansetzen. Am Donnerstag wird der Gemeinderat darüber entscheiden, ob zum Beispiel das Stadtfest gestrichen wird. Der Plan war, dass das Stadtfest immer im Wechsel mit der Klimawoche stattfinden soll.

Die Beteiligten hätten allerdings signalisiert, dass dieses Format nicht rentabel sei. Auch bei anderen Events wie der Feuerzangenbowle sei der Besucherandrang mit 500 Personen vergleichsweise gering, der Aufwand vor allem für die Absicherung hoch.

Kein Stadtfest mehr in Neckarsulm? Bauhof kein „Festdienstleister“

Hintergrund sind die hohen Kosten auch für den Bauhof. Die Gemeindeprüfungsanstalt habe die „übermäßigen Leistungen des Bauhofes für Festveranstaltungen bemängelt“, heißt es in der Vorlage für die Gemeinderatsitzung am kommenden Donnerstag. Für Transportarbeiten, Kurierfahrten und Postdienst seien mehr als 8000 Arbeitsstunden angefallen.

„Festdienstleistungen“ seien keine Aufgaben des Bauhofs, zumal eine Reihe von anderen Aufgaben liegenbleiben. Allein beim Gebäudemanagement seien im vergangenen Jahr 640 Tickets über Wartungs- und Reparaturarbeiten offen geblieben, da die Personalressourcen, vorrangig in den Sommermonaten, für Festdienste gebunden waren.

Bereits kurz nach der Eröffnung zu den Klängen des Jugend-Sinfonieorchesters war das Neckarsulmer Stadtfest 2024 gut besucht.
Bereits kurz nach der Eröffnung zu den Klängen des Jugend-Sinfonieorchesters war das Neckarsulmer Stadtfest 2024 gut besucht.  Foto: Plückthun, Ute

Es habe sich „die Erwartungshaltung verstetigt, dass die Stadt Neckarsulm, allen voran das Citymanagement, alles rund um die Veranstaltungsorganisation übernimmt. Ein Umdenken in der Neckarsulmer Stadtgesellschaft, insbesondere bei Händlern, Gastronomen, der Winzerschaft und auch innerhalb der Bevölkerung, ist angesichts der finanziellen und personellen Ressourcen unumgänglich“.

Allein in den letzten beiden Jahren seien nur für Dienstleistungen des Bauhofs mehr als 400.000 Euro an Kosten angefallen. Jeden Monat gebe es einen Termin im Festkalender, der nicht mehr im bisherigen Umfang zu leisten sei. 

Stadt Neckarsulm zieht sich bei Festen und Veranstaltungen zurück

Bei den Winelights am Scheuerberg, den Vegan Days und dem erst kürzlich veranstalteten Weindorf zieht sich die Stadt aus der Verantwortung zurück. Grundsätzlich liege die Organisation immer bei den Initiatoren. Mit dem Weinbauverein haben schon Gespräche stattgefunden. Die Stadt übernimmt lediglich die indirekten Kosten für Strom, Wasser und Abfall.


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Feste gehören zur Stadt-Kultur


Sonstiges Festequipment wird zur kostenfreien Entleihe mit Abholung am Bauhof zur Verfügung gestellt. Die Vegan Days sollen im Umfang reduziert und mit der Neckarsulmer Klimawoche zusammengelegt werden. Auch für Frühlingsfest und dem Weihnachtsmarkt am Neuberg soll das Engagement des Bauhofs deutlich zurückgefahren werden. 

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