Krise in Nahost: Wie Reisebüros im Raum Heilbronn damit umgehen
Aufgrund der militärischen Eskalation in der Golfregion sitzen viele Reisende aktuell fest. Große Flughäfen wie in Dubai sind geschlossen. Wie Reisebüros damit umgehen.
Die Situation im Nahen Osten entwickelt sich schnell. Nach dem Militärschlag der USA und Israel gegen Iran hat das angegriffene Land Raketen auf zahlreiche Ziele gefeuert. Getroffen wurde unter anderem der Flughafen in Dubai, eines der wichtigsten Drehkreuze für den weltweiten Flugverkehr.
Ebenfalls geschlossen wurde der Airport in Doha, Drehkreuz von Qatar Airways. Infolgedessen wurden Tausende Flüge gestrichen und Kreuzfahrtschiffe gestoppt.
Reisebüro-Gross-Inhaber Andreas Kühner: Wollen alle Kunden sicher ans Ziel bringen
„Wir haben betroffene Kunden“, bestätigt Andreas Kühner, Inhaber des Reisebüro Gross Lufthansa City Centers in Heilbronn. So habe ein Kunde eine Kreuzfahrt antreten wollen und sei in Frankfurt abgeflogen, nur um wenig später wieder dort zu landen. „Das ist zwar schade, dass der Urlaub ausgefallen ist, aber wenigstens ist er jetzt sicher zurückgekehrt“, sagt Kühner.
Eine Gruppe Geschäftsreisender, die mit Gross gebucht hatten, hätten von Vietnam über Doha zurückfliegen sollen und sitzen nun in Maskat im Oman fest, berichtet Kühner. „Wir kümmern uns aktuell darum, allen Kunden zu helfen und sie sicher an ihr Ziel zu bringen.“
Konflikt im Nahen Osten betrifft große Flughäfen – Prognosen schwierig
Über die Kooperation mit der Lufthansa sei das Heilbronner Reisebüro am Samstag gegen 11 Uhr in einer Krisenmail informiert worden. Für solche Fälle gebe es ein gesondertes Team der Airline, das stündlich informiert. „Wir sind sehr froh, dass wir das haben.“ Diese Informationen könne man schnell an die Kunden weitergeben.
Wer auf eigene Faust gebucht habe, hänge nun vermutlich in Warteschleifen, sagt Kühner. Das Reisebüro bekomme aktuell sogar Anfragen von Menschen, die gar nicht dort gebucht haben. „Wir versuchen natürlich, zu helfen“, sagt Kühner. Das sei aber schwierig. Von dem Konflikt seien alle großen Drehkreuze betroffen. „Das ist schon eine Herausforderung.“
Ein weiterer Reisebüro-Inhaber, der Urlaube in Dubai vermittelt, erklärt auf Anfrage, ihn beschäftige die Situation seit Samstag durchgehend. „Wir haben viel zu tun.“ Klar sei, dass sich die Reisebüros um betroffene Kunden kümmern.
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