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Nach Hackerangriff in Untereisesheim: Corona-Daten im Darknet entdeckt

  
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Nach einem Hackerangriff in Untereisesheim sind sensible Gesundheitsdaten im Darknet aufgetaucht. Die Gemeinde betont, dass die Speicherung rechtlich zulässig war – dennoch warnt die Cybersicherheitsagentur vor Erpressungsversuchen.


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Nach dem Hackerangriff in Untereisesheim sind auch Corona-Gesundheitsdaten im Darknet aufgetaucht. Der Bürgermeister stellt nach einem Bericht des SWR aber fest, dass die Speicherung rechtlich zulässig gewesen sei. „Das waren Infektionsdaten aus der Corona-Zeit, die wir speichern mussten“, stellt Christian Tretow klar.

Auch die Frist zum Löschen der Daten sei noch nicht erreicht gewesen. Daher seien Unterstellungen falsch, die Gemeinde hätte die Daten unrechtmäßig gespeichert. 

Nach Hacker-Angriff in Untereisesheim: „Erpressungsversuche denkbar“

Der Schutz personenbezogener Unterlagen wie Gesundheitsdaten sei sehr wichtig, betont auch die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg. Es seien „Erpressungsversuche denkbar, zum einen bei der Stelle, bei der die Daten erbeutet wurden, und zum anderen direkt bei den Personen, deren Daten gestohlen wurden. Wenn sehr sensible Daten wie Personalakten betroffen sind, besteht ja durchaus ein Interesse, dass diese nicht öffentlich werden.“ 

Das Rathaus in Untereisesheim war Ziel eines Hackerangriffs. Die abgegriffenen Daten sind im Darknet aufgetaucht
Das Rathaus in Untereisesheim war Ziel eines Hackerangriffs. Die abgegriffenen Daten sind im Darknet aufgetaucht  Foto: Plückthun, Ute

Auch wenn diese Daten in dem Hackerangriff abgezogen wurden und im Darknet wieder aufgetaucht sind, dürfen sie nicht eingesehen werden. Dies sei illegal, so die Einschätzung von Experten. Auch die Gemeindeverwaltung Untereisesheim teilt diese Ansicht: „Wir sind im Gespräch mit unseren Rechtsanwälten.“  

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