Gute Stimmung bei den Lauffener Weintagen – Verein präsentiert exklusive Neuheit
Bei den Lauffener Weintagen vom 18. bis 20. April präsentiert der Gesangverein Urbanus eine exklusiv fürs Fest produzierte Speise, die hervorragend zur Identität der Stadt am Neckar passt.
Deftig brutzeln die Würste auf dem Rost des Gesangvereins Urbanus. Elias Link wendet das Grillgut mit der Zange. Schließlich soll die kulinarische Besonderheit auch von allen Seiten gut durchgebraten sein. Denn bei den Lauffener Weintagen liegt von Samstag, 18. April, bis Montag, 20. April, auch eine Exklusiv-Kreation auf dem Grill: die Urbanus Schwarzriesling-Bratwurst. „Bei den Gästen kommt sie prima an“, erklärt Link.
Die Idee dazu hatte Gesangvereins-Mitglied Wolfgang Platter. „In der Laientheater-Gruppe haben wir ein Stück aufgeführt. Als wir im Anschluss noch gemütlich beisammengesessen sind, ist mir aus Versehen ein Stück Bratwurst in meinen Schwarzriesling gefallen. Und da Lauffen die größte Schwarzriesling-Gemeinde in Deutschland ist, habe ich daraufhin gesagt: ’So wie andere Leute den Hefezopf in den Kaffee tunken, tunken wir Lauffener die Bratwurst in den Schwarzriesling.’“
Lauffener Schwarzriesling-Bratwurst: Weinaromen in Grill-Spezialität bei Weinfesttagen
Zusammen mit seinem ehemaligen Klassenkameraden, dem Lauffener Metzgermeister Axel Jäger, hat Platter daraufhin die Idee der Schwarzriesling-Bratwurst entwickelt. Wolfgang Platter: „Das Wurstbrät soll ja nicht zu flüssig sein. Deshalb wird dem Schwarzriesling der Alkohol entzogen. Die Weinaromen bleiben aber erhalten und geben unserer Bratwurst den besonderen Geschmack.“

Zunächst ist die Schwarzriesling-Bratwurst eine für die diesjährigen Weintage exklusive produzierte lokale Spezialität. Langfristig findet sie aber möglicherweise Eingang in das Verkaufssortiment der Metzgerei Jäger, wie der 63-jährige Platter berichtet. Er betont: „Für mich ist sie jetzt schon ein Stück Lauffener Identität.“
Bei den Lauffener Weintagen stehen vor allem Weißweine hoch im Kurs
Und wie schmeckt die Exklusiv-Kreation? „Ich finde sie lecker. Die Aromen unterscheiden sich klar von üblichen Bratwürsten“, sagt Fest-Besucherin Gislinde Friederich aus Gemmingen, die Mutter der Lauffener Bürgermeisterin Sarina Pfründer. Ihr Mann Ehrenfried Friederich erklärt: „Ich kann die Schwarzriesling-Bratwurst auch nur weiterempfehlen. Sie ist vor allem richtig gut gewürzt.“ Fürs Abendessen lässt sich das Ehepaar Friederich gleich noch ein Paar Bratwürste einpacken und nimmt sie nach Hause mit.
Darüber hinaus stehen beim dreitägigen Fest der Lauffener Weingärtner aber vor allem die edlen Tropfen im Zentrum. Dietrich Rembold, Präsident des Weinbauverbands Württemberg, berichtet: „Wir haben rund 50 Weine im Angebot.“ Da so langsam auch der Frühling in der Region Heilbronn Einzug hält und die Temperaturen steigen, seien bei den voraussichtlich insgesamt rund 5000 Gästen über die drei Festtage in Lauffen vor allem Weißweine gefragt. „Beispielsweise Muskateller, Souvignier Gris und weiß gekelterter Schwarzriesling stehen hoch im Kurs“, sagt Rembold.
Ungewöhnliche Traubensaftschorlen bei den Lauffener Weintagen
Aufgrund des kühlen Wetters ist auf dem Open-Air-Gelände der Lauffener Weingärtner mit seinem Glücksrad und dem Süßigkeiten-Stand am Sonntagnachmittag wenig Betrieb. Dafür ist im Innenbereich, in den Hallen, die im Tagesgeschäft üblicherweise für den Versand und als Lkw-Stellplatz genutzt werden, umso mehr los. Dietrich Rembold: „Mit der Gästezahl sind wir zufrieden. Am Samstag war das Wetter super – und es sind besonders viele junge Leute dagewesen.“
Katrin Rembold ist beim Ausschank tätig. Sie gibt vor allem Zehntel-Liter-Portionen heraus. „Das ist super, wenn man viele unterschiedliche Sorten probieren und neue Weine kennenlernen möchte“, erklärt sie. Aber auch, wer den Alkohol außen vor lässt, braucht bei den Lauffener Weintagen nicht auf den Genuss zu verzichten. Unter dem Namen „Heimat im Glas“ gibt es sowohl eine rote Traubensaftschorle, versetzt mit Johannisbeersaft und Basilikum, sowie eine weiße Traubensaftschorle in Verbindung mit der Zitrusfrucht Bergamotte und Ingwer.
Weintage-Besucherin Mara Erbschwendner hat die Sorten probiert. „Gut sind beide, aber die weiße Schorle schmeckt mir besser“, sagt das Mädchen aus Heilbronn-Horkheim.
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