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Weinsberg darf sich ab kommendem Jahr Weibertreustadt nennen

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Innenminister Thomas Strobl hat die Zusatzbezeichnung genehmigt. Im Januar 2022 werden die neuen Ortsschilder in der Kernstadt aufgestellt.

Die Stadt liegt ihr zu Füßen: Die Ruine Weibertreu ist prägend für Weinsberg. Nun kann die Kommune mit ihrer Zusatzbezeichnung auf den Ortsschildern mit diesem Alleinstellungsmerkmal werben. Foto: Archiv/ Linnebach
Die Stadt liegt ihr zu Füßen: Die Ruine Weibertreu ist prägend für Weinsberg. Nun kann die Kommune mit ihrer Zusatzbezeichnung auf den Ortsschildern mit diesem Alleinstellungsmerkmal werben. Foto: Archiv/ Linnebach  Foto: privat/Wolfram Linnebach

Jetzt ist es offiziell: Weinsberg darf sich ab kommendem Jahr "Weibertreustadt" nennen. Innenminister Thomas Strobl (CDU) überreichte in einer Videokonferenz virtuell die Genehmigung für diese Zusatzbezeichnung an Bürgermeister-Stellvertreterin Birgit Vollert.

Am 3. Januar 2022 sollen die neuen Ortsschilder an den Stadteingängen der Kernstadt aufgestellt werden. Im April dieses Jahres hatte der Gemeinderat beschlossen, diese Zusatzbezeichnung zu beantragen.

Die Tat der treuen Weiber

"Die Burgruine Weibertreu und die damit verknüpfte Tat der treuen Weiber, die sich im Jahre 1140 zugetragen haben soll, sind weit über das Land hinaus bekannt. Die Weibertreu-Begebenheit ist im Bewusstsein der Bevölkerung auch heute noch sehr stark verwurzelt - durch das Weibertreu-Museum und den Weibertreu-Herbst", begründete Strobl laut Pressemitteilung seine Zustimmung.


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Als Heilbronner kennt er natürlich die Nachbarstadt. "Er hat uns einen großen Platz eingeräumt", berichtet Vollert von der Videokonferenz. Zu jeder der 23 Kommunen, die eine Zusatzbezeichnung beantragt hatten, habe Strobl einige Sätze gesagt. Zu Weinsberg, das in alphabetischer Reihenfolge an letzter Stelle aufgerufen wurde, habe er die komplette historische Begebenheit erzählt. Das freute Vollert natürlich.

Die Burg sei so präsent und so prägend für Weinsberg, dass sich jeder mit der offiziellen Bezeichnung als Weibertreustadt identifizieren könne, meint Vollert. "Das ist unser Alleinstellungsmerkmal, mit dem wir werben wollen", ergänzt Margit Frisch, Abteilungsleiterin Zentrale Dienste im Rathaus.

Identität vor Ort stärken

Die Kommunen im Land hätten ein eigenes Selbstverständnis und prägten damit die Identifikation der Menschen mit ihrem Ort, meinte Strobl. "Mit der Genehmigung von Zusatzbezeichnungen stärken wir unsere Kommunen also im besten Sinne, wir stärken ihre Identität, das Zusammengehörigkeitsgefühl vor Ort."

Neben Strobl gratulierte auch die CDU-Landtagsabgeordnete Isabell Huber der Stadt Weinsberg. Lauffen war der zweite Antragssteller aus dem Landkreis Heilbronn. Die Kommune darf sich mit dem Zusatz Hölderlinstadt schmücken.

Im Dezember 2020 hatte der Landtag die Gemeindeordnung geändert und die bislang hohen Hürden für solche Zusatzbezeichnungen gesenkt.

 

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